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Digitalisierung Deutsche Bank hat offenbar IT-Probleme in Großbritannien

Überweisungen seien verspätet ausgeführt worden, sagt ein Insider. Die IT der Bank gilt als veraltet, ein ehemaliger Chef nannte sie „lausig“.

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Anfällig für IT-Fehler. Quelle: Reuters

Die Deutsche Bank kämpft einem Insider zufolge bei Überweisungen in Großbritannien mit IT-Problemen. Eine größere Zahl von Überweisungen für Kunden sei verspätet ausgeführt worden, sagte die mit der Angelegenheit vertraute Person am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.

Betroffen sei ein System für hochvolumige Zahlungen. Die „Financial Times“ hatte zuerst über die Probleme beim Zahlungssystem Chaps berichtet. Ein Banksprecher erklärte, die Bank stecke erhebliche Summen in ihre IT und habe Maßnahmen ergriffen, um zu verhindern, dass ähnliche Probleme erneut auftreten.

Die IT der Deutschen Bank gilt als veraltet und anfällig für Fehler. So gab es immer wieder Pannen im Zahlungsverkehr oder bei der Überwachung von Geldströmen ins Ausland.

Die Finanzaufsicht BaFin schickte den Frankfurtern im vergangenen Jahr deshalb einen Sonderbeauftragten ins Haus, der helfen sollte, die IT zu verbessern. Ex-Bankchef John Cryan hatte die Systeme als „lausig“ bezeichnet.

Im Zuge des Konzernumbaus hatte die Bank im Juli angekündigt, bis 2022 insgesamt 13 Milliarden Euro in Technologien und Innovationen zu investieren. Der ehemalige SAP-Vorstand Bernd Leukert soll als neuer IT-Vorstand den Wildwuchs bei den Systemen des Geldhauses eindämmen.

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