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Digitalwährung Deutsche Banken wollen keine schnelle Einführung des E-Euro

Es gebe zurzeit keine Notwendigkeit für den E-Euro. Hintergrund der Diskussion um digitales Notenbankgeld sind Facebook-Pläne zur Digitalwährung Libra.

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Die Pläne von US-Konzern Facebook zur Einführung einer eigenen Digitalwährung haben die Diskussion um den digitalen-Euro befeuert. Quelle: Reuters

Die deutschen Banken stehen bei der Einführung von digitalem Notenbankgeld auf der Bremse. Es bestehe momentan im Euro-Raum keine Notwendigkeit dafür, heißt es in einer Analyse des Zusammenschlusses der deutschen Bankenverbände (DK), die Reuters am Mittwoch vorlag.

„Weder sind die Gefahren für die Finanzstabilität und mögliche Einschränkungen im Kreditangebot der Banken und Sparkassen ausreichend erforscht, noch besteht aufgrund der noch weiterhin substanziellen Nutzung von Bargeld ein ausreichender Zusatznutzen für die Bürgerinnen und Bürger.“

Facebook hatte mit seinen Plänen für eine eigene Digitalwährung die Branche aufgeschreckt. Es wird dem weltgrößten Internet-Netzwerk durchaus zugetraut, das Libra genannte Projekt zu einem Erfolg zu machen, weil Überweisungen vor allem über Landesgrenzen hinweg weiterhin vergleichsweise teuer sind und lange dauern.

Viele Regierungen wollen Facebook aber nicht in den Finanzsektor expandieren lassen, weswegen Cyberwährungen der Notenbanken - wie etwa ein E-Euro - erwogen werden.

„In der Zukunft könnte digitalem Zentralbankgeld in der Geld- und Währungsordnung eine bedeutsame Rolle zufallen“, erwarten die deutschen Banken. Europa befinde sich in einem internationalen Wettbewerb. Es müsse aber eine „sorgsame Bewertung der Vorteile und Risiken“ geben.

Änderungen in diesem Bereich dürften nicht dazu führen, dass im Falle von Krisen Bankkonten stärker als bisher geräumt würden. Es müsse ausgeschlossen werden, dass es kurzfristig zu gravierenden Mittelverlagerungen von Banken zur Notenbank komme. „Sonst könnte die Einführung zu deutlich höheren Gefahren für die Finanzstabilität führen.“

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