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DIHK-Umfrage Deutsche Firmen werden optimistischer – DIHK hebt Konjunkturprognose an

Die Perspektiven auf weitere Öffnungen verleihen deutschen Unternehmen Hoffnung, wie eine DIHK-Umfrage zeigt. Der Riss in der Wirtschaft bleibt jedoch bestehen.

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Treiber der Erholung dürfte mitunter eine deutliche Trendwende bei den Exporten sein. Quelle: dpa

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet mit einer etwas stärkeren Konjunkturerholung in diesem Jahr. Auf Basis einer Umfrage unter mehr als 27.000 Unternehmen aus allen Branchen teilte der Verband am Mittwoch in Berlin mit, 2021 mit einem Wachstum von 3,0 Prozent zu rechnen.

Das sind 0,2 Punkte mehr als im Februar. Der DIHK ist damit aber weiterhin pessimistischer als die Bundesregierung, die von einem Wachstum von 3,5 Prozent ausgeht. 2020 war die deutsche Wirtschaft wegen der Coronavirus-Krise um knapp fünf Prozent geschrumpft. Treiber der Erholung dürften ein wieder anziehender Konsum, weiterhin hohe staatliche Ausgaben und eine deutliche Trendwende bei den Exporten sein.

„Die schrittweisen Öffnungen, die wir aller Voraussicht nach bald erleben werden, dürften der Wirtschaft einen merkbaren Schub geben“, heißt es in einem Schreiben von DIHK-Präsident Peter Adrian an die Mitgliedsunternehmen. Es gebe zwar wieder mehr Licht, aber auch noch Probleme. Vor allem drei Felder müsse die Politik abräumen: „Mobilität und Kontakte ermöglichen, Impf- und Testnachweise praktikabel ausgestalten, eine leistungsfähige digitale Verwaltung schaffen.“

In der DIHK-Umfrage wird weiterhin ein Riss in der Wirtschaft deutlich – Unternehmen, die stark von der Corona-Pandemie in Mitleidenschaft gezogen werden und solche, die sogar davon profitieren. Insgesamt beurteilen 32 Prozent der Firmen ihre aktuelle Lage als gut, 30 Prozent als schlecht, woraus sich ein Saldo von zwei Punkten ergibt.

In der vorherigen Umfrage waren es minus drei Zähler. Erstmals seit über einem Jahr ist der Saldo wieder positiv, liegt aber noch sehr deutlich unter dem langfristigen Schnitt von 21 Punkten. Im Dienstleistungsbereich und weiten Teilen des Handels bleibt die Lage schlecht, am stärksten bei Hotels, Gastronomen und Reisevermittlern.

Neue Risiken folgen

Mit Blick auf die kommenden zwölf Monate rechnen 25 Prozent der Betriebe mit einer Verbesserung, 24 Prozent mit schlechteren Geschäften. Der Saldo verbessert sich damit um zehn Zähler auf plus eins. Die Industrie profitiert dabei von der starken Nachfrage aus den USA und China. Besonders optimistisch ist der Maschinenbau.

DIHK-Präsident Adrian verwies aber auf neue Risiken. „Knappheiten bei Energie und Rohstoffen treiben nicht nur die Preise. Sie sorgen bisweilen sogar schon für gravierende Engpässe dort, wo es vergleichsweise gut läuft – etwa am Bau oder in der Industrie.“ Energie- und Rohstoffpreise nennen zwei Drittel der Industriebetriebe und 62 Prozent der Baufirmen als Risiko. Zu Jahresbeginn waren es noch 45 beziehungsweise 35 Prozent.

Mehr: „Schatten von Covid-19 hebt sich langsam von der Wirtschaft" – EU-Kommission erwartet Aufschwung

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