DIHK-Umfrage Zuversicht deutscher Firmen im Auslandsgeschäft trotz Handelshürden gestiegen

Handelskrieg hin oder her – die Zuversicht deutscher Firmen für das Auslandsgeschäft ist gewachsen. Nur zehn Prozent erwarten eine Veschlechterung.

Sollte sich der Zollkonflikt mit den USA verschärfen, drohen der DIHK zufolge den deutschen Firmen Einbrüche bei ihren Geschäften in den Vereinigten Staaten. Quelle: dpa

BerlinTrotz des von den USA befeuerten Streits über Zölle und immer neuer Handelshürden ist die Zuversicht deutscher Firmen im Auslandsgeschäft gewachsen. „Ein Viertel der auslandsaktiven Unternehmen erwarten eine bessere Entwicklung ihrer Geschäfte, zehn Prozent eine Verschlechterung“, lautet das Kernergebnis einer am Freitag vorgestellten Firmenumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). Die Einschätzungen seien damit deutlich günstiger als im Vorjahr. Allerdings verhinderten immer mehr Barrieren im Welthandel noch bessere Aussichten. So registrierten inzwischen 40 Prozent der Firmen eine Zunahme an Handelshürden in den vergangenen zwölf Monaten. Das gelte vor allem für Russland, aber auch etwa für die Türkei.

Die Aktivitäten im Export würde durch wachsende Handelsbeschränkungen weltweit gebremst, die Stimmung werde dadurch trüber, warnte der DIHK. Mit der US-Ankündigung von Importzöllen „besteht zudem die Gefahr einer Eskalation von handelsfeindlichen Maßnahmen weltweit“. Sollte sich der Zollkonflikt mit den USA verschärfen, drohten deutschen Firmen Einbrüche bei ihren Geschäften in den Vereinigten Staaten. Allerdings hätten sich deren Aussichten auf dem US-Markt zuletzt trotz der jüngsten Unsicherheiten nach einem Einbruch im Vorjahr wieder stabilisiert. „Äußerst positiv“ beurteilten die Firmen ihre Aussichten in China.

Die Umfrage wurde im Februar bei über 2100 Unternehmen vorgenommen, also vor der Zuspitzung des Handelsstreits im März.

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