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DIHK Zollkontrollen nach Brexit machen Handel teurer

Der Brexit dürfte den deutsch-britischen Handel massiv verteuern. Allein die Zollbürokratie kostet laut Deutschem Industrie- und Handelskammertag eine Milliarde Euro. Dies sind nicht die einzigen Zusatzkosten.

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Der Außenwirtschaftschef des DIHK hofft auf schnelle Fortschritte bei den Brexit-Verhandlungen. Quelle: dpa

Berlin Allein die Wiedereinführung von Zollkontrollen nach dem Ausscheiden der Briten aus der Europäischen Union dürfte den deusch-britischen Handel massiv verteuern. Mindestens eine Milliarde Euro an Mehrkosten seien durch Zollbürokratie zu erwarten, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Mit Blick auf den gegenwärtigen Stand der Brexit-Verhandlungen erkläre er: „Klar scheint angesichts der britischen Position, dass nach einem Austritt aus dem Binnenmarkt wieder Zollkontrollen nötig sind.“ Daran werde auch ein Freihandelsabkommen zwischen Großbritannien und der EU nichts ändern.

„Förmliche Anmeldungen beim Zoll und Erklärungen zum Ursprung der Waren – um von einem Freihandelsabkommen profitieren zu können – kommen auf unsere Unternehmen zu“, erläuterte Treier. Nach eigenen Berechnungen geht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) davon aus, dass allein für den Handel mit Großbritannien 15 Millionen neue Zollpapiere – Zollanmeldungen und Präferenznachweise – bei deutschen Unternehmen erforderlich sein werden.

„Insgesamt kommen pro Jahr damit allein 500 Millionen Euro an zusätzlichen Verwaltungskosten auf die deutschen Unternehmen zu“, folgerte er. Gleiches gelte für die britische Seite. „Somit entstehen eine Milliarde Euro als Zusatzkosten im deutsch britischen Handel.“ Dabei seien in dieser Zahl noch nicht einmal mögliche Kosten für etwaige doppelte Zertifizierungsverfahren, Markzulassungen oder Zölle enthalten.

Die deutsche Wirtschaft hat sich wiederholt über den schleppenden Fortschritt in den Brexit-Verhandlungen beklagt und fürchtet massive Verteuerungen und Erschwernisse. Höchste Priorität hat für die deutschen Firmen laut der letzten DIHK-Umfrage aber, dass der Zusammenhalt in der EU gewahrt bleibt.

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