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E-Autos Boom bei der staatlichen Kaufprämie für Elektroautos

Die Zahl der Anträge auf staatliche Prämien für E-Autos hat sich mehr als verdoppelt. Für Bezin-Fahrer war es zugleich das teuerstes Tankjahr seit 2013.

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Die Nachfrage nach E-Autos steigt vor allem dank der staatlichen Prämie und der hohen Spritkosten stark an. Quelle: dpa

Bei der staatlichen Kaufprämie für Elektroautos hat es in diesem Jahr einen Boom gegeben. Die Zahl der Anträge stieg um mehr als das Doppelte auf einen Rekord von mehr als 585.000, wie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Ausgezahlt wurden mehr als 3 Milliarden Euro an Fördermitteln für die Elektromobilität. Dies sei das 4,7-Fache der ausgezahlten Summe im vergangenen Jahr.

Mitte des vergangenen Jahres war die Kaufprämie (Umweltbonus) für reine E-Autos und Plug-in-Hybride über eine Innovationsprämie erhöht worden. Der Bund verdoppelte dazu seine Förderung beim Kauf solcher Fahrzeuge. Das führte zu einer stark steigenden Nachfrage.

Die bisher bis Jahresende befristete Innovationsprämie wird bis Ende 2022 verlängert, wie Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) vor kurzem mitgeteilt hatte. Käufer von rein elektrisch betriebenen Elektrofahrzeugen bekommen damit weiter eine Förderung bis zu 9000 Euro. Bei Plug-in-Hybriden gibt es bis zu 6750 Euro.

Seit Beginn der Förderung im Jahr 2016 wurde rund eine Million Anträge gestellt, so das Bundesamt – der überwiegende Teil der Fahrzeuge sei in den vergangenen zwei Jahren beantragt worden.

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    Von 2023 soll es nach den Plänen der Ampel-Koalition eine Reform der staatlichen Förderung geben. Dann sollen nur noch Elektrofahrzeuge gefördert werden, die nachweislich einen positiven Klimaschutzeffekt haben. Dieser solle über den elektrischen Fahranteil und eine elektrische Mindestreichweite definiert werden.

    Neuwagen zum Jahresende so teuer wie nie zuvor

    Auf dem deutschen Automarkt sind Neuwagen gleichzeitig gegenwärtig so teuer wie noch nie. Zu diesem Schluss kommt die regelmäßige Marktstudie des Duisburger Center Automotive Research (CAR), die am Donnerstag vorgestellt wurde. Nach Einschätzung des Studienleiters Ferdinand Dudenhöffer werden sich die Tendenzen eines knappen Angebots und niedriger Rabatte in den ersten Monaten des neuen Jahres fortsetzen. Grund sind insbesondere Nachschubprobleme bei den Halbleiter-Bauteilen. Die staatliche Innovationsprämie für Elektrofahrzeuge verdecke dabei den Trend zu höheren Preisen etwas.

    Der Untersuchung zufolge deuteten auch im Dezember nahezu alle Indikatoren auf steigende Verbraucherpreise bei Neuwagen hin. Im Einzelnen wurden die im Internet angebotenen Rabatte für die 30 beliebtesten, frei konfigurierbaren Neuwagen auf den Niedrigstand von durchschnittlich 16,7 Prozent des Listenpreises zurückgefahren. Die höchsten Nachlässe von knapp unter 25 Prozent gab es auf verschiedene Modelle von Ford und Renault sowie auf den Fiat 500.

    Auch ließen Hersteller und Händler weniger Fahrzeuge auf eigene Rechnung zu, um sie später als Sonderangebote an den Markt zu bringen. Der Anteil der Eigenzulassungen ging vom November noch einmal um 1,4 Punkte auf 22,5 Prozent zurück, wie CAR berichtete.

    Teuerstes Tankjahr seit 2013

    2021 ist zudem das teuerste Tankjahr seit 2013. Im Durchschnitt der ersten elf Monate kostete Superbenzin der Sorte E10 1,514 Euro pro Liter im bundesweiten Durchschnitt, wie der ADAC mitteilte. Bei Diesel waren es 1,373 Euro. In den ersten drei Wochen des Dezember lag der Schnitt dem Verkehrsclub zufolge mit 1,602 Euro je Liter E10 und 1,517 Euro je Liter Diesel zwar ein gutes Stück höher, am Jahresdurchschnitt ändert das allerdings nicht mehr viel.

    Dementsprechend dürfte der Durchschnittspreis des Gesamtjahres bei rund 1,52 Euro je Liter E10 beziehungsweise 1,38 Euro je Liter Diesel liegen. Das wären bei E10 rund 26 bis 27 Cent mehr als im Vorjahr, bei Diesel rund 27 Cent. Die Stärke dieses Anstiegs liegt dabei aber auch daran, dass Treibstoff 2020 ungewöhnlich billig war.

    2021 war insbesondere von einem langanhaltenden Anstieg der Preise geprägt, der im Herbst einen Rekord bei Diesel brachte. E10 blieb nur knapp unter seinem Allzeithoch aus dem Jahr 2012. Im Schnitt war der November laut ADAC dennoch der teuerste Tankmonat seit Beginn der Aufzeichnungen. Seither haben die Spritpreise allerdings wieder ein gutes Stück weit nachgegeben.

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