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Eilmeldung Deutsche Bank kündigt Strategiewechsel an – Kürzungen im Investmentbanking, stärkere Konzentration auf Firmenkunden

Die Deutsche Bank hat turbulente Wochen hinter sich – nun steht ein Strategiewechsel an.

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20.04.201, Hessen, Frankfurt: Die Zentrale der Deutschen Bank. Das angeschlagene Kreditinstitut stellt in dieser Woche seine Quartalszahlen vor. Foto: Boris Roessler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Quelle: dpa

Frankfurt Die Deutsche Bank will sich künftig wieder mehr auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Den Strategiewechsel, über den zuletzt schon spekuliert worden war, teilte die Bank Donnerstagfrüh offiziell mit.

Wichtigste Maßnahme: Die Deutsche Bank stutzt unter ihrem neuen Chef Christian Sewing das zuletzt schwächelnde Investmentbanking zurecht. Wie das größte deutsche Geldhaus am Donnerstag in Frankfurt mitteilte, soll unter anderem das Zinsgeschäft in den USA deutlich verkleinert werden.

In den Vereinigten Staaten und Asien werde das Institut sein Geschäft zudem in jenen Bereichen reduzieren, die kaum grenzüberschreitend tätig seien. Der Vorstand werde auch prüfen, wie stark das Haus noch im Aktienhandel tätig sein will.

Im ersten Quartal ging der Gewinn unter dem Strich deutlich zurück auf 120 Millionen Euro, die Erträge gaben um fünf Prozent auf sieben Milliarden Euro nach. Analysten hatten im Schnitt mit etwa 300 Millionen Euro Überschuss gerechnet.

Im ersten Quartal 2017 hatte das Institut noch einen Nettogewinn von 575 Millionen Euro eingefahren. Vor allem die Investmentbank musste kräftig Federn lassen – die Erträge der Sparte sanken im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro.

Deutsche-Bank-Finanzvorstand James von Moltke hatte Investoren bereits Mitte März mit dem Hinweis auf ein schwieriges erstes Vierteljahr im Kapitalmarktgeschäft schockiert. Der bisherige Privatkundenchef Sewing hatte an seinem ersten Tag im neuen Job angekündigt, die Aufstellung der Investmentbank genau unter die Lupe zu nehmen.

Insgesamt forderte der neue Konzernchef mehr „Jägermentalität“ von den fast 100 000 Mitarbeitern des Dax-Konzerns. Sewing war in einer Krisensitzung des Aufsichtsrates am 8. April mit sofortiger Wirkung zum Nachfolger von John Cryan ernannt worden.

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