Einschätzung eines Top-Notenbankers Japan entkommt allmählich der Deflation

Sinkende Preise, fallende Löhne und stockende Investitionen: Japan hat seit geraumer Zeit mit einer Deflation zu kämpfen. Shinichi Uchida, Chef eines Ablegers der Bank of Japan, sieht jedoch eine Ende der Schwächephase.

Seit Jahren kämpft Japan mit einer Deflation. Nun der Abwärtsspirale das Ende bevorstehen. Quelle: Reuters

TokioJapans Wirtschaft macht aus Sicht eines führenden Notenbank-Mitglieds Fortschritte auf dem Weg aus der jahrelangen Schwächephase. „Wir sehen einige positive Bewegungen in Richtung eines Endes der Deflation“, sagte der Chef des Ablegers der Bank von Japan (BoJ) in Nagoya, Shinichi Uchida, am Montag. Die Firmen profitierten von einem starken Wachstum in Übersee und in der Heimat. Eine Spirale aus fallenden Preisen, sinkenden Löhnen und stockenden Investitionen - in der Fachwelt „Deflation“ genannt - hatte die Wirtschaft des Landes lange Zeit gelähmt. Inzwischen zieht die Konjunktur aber seit mehreren Quartalen an.

Unternehmen in der Zentralregion Japans seien mit Kapazitätsengpässen und Arbeitskräftemangel konfrontiert, sagte Uchida. Sie seien gewillt, neue Werke außerhalb der Region zu errichten. Die Stadt Nagoya und die angrenzende Region ist ein wichtiges Zentrum der japanischen Wirtschaft. Östlich von Nagoya sitzt der japanische Autogigant Toyota.

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