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EIOPA EU-Versicherungsaufsicht blickt mit Sorge nach Italien

Die Versicherungsaufsichtsbehörde EIOPA ist angesichts der neuen italienischen Regierung besorgt. Die Versicherer seien aber gewappnet.

„Natürlich sind wir besorgt“ Quelle: Torsten Jochim für Handelsblatt

FrankfurtDie neue populistische Regierung in Italien löst Bedenken in der EU-Versicherungsaufsicht EIOPA aus. „Natürlich sind wir besorgt“, sagte Behördenchef Gabriel Bernardino, am Dienstag im Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten (ICFW). Jede politische Entwicklung, die zu Instabilitäten an den Finanzmärkten führen könnte, habe große Auswirkungen auf die Branche.

„Das ist etwas, das wir verfolgen und genau beobachten“, sagte Bernardino. Die Branche gehöre zu den größten institutionellen Investoren. Seinen Worten zufolge entfallen 35 Prozent der Investitionen von Versicherern auf Unternehmensanleihen und mehr als 30 Prozent auf Staatsanleihen.

Die Bildung der neuen italienischen Regierung aus Fünf-Sterne-Bewegung und rechtspopulistischer Lega hat zu Unruhe an den Börsen geführt. Dort wird befürchtet, die Koalition könne mit den angekündigten Ausgabenerhöhungen den Schuldenberg des Landes erhöhen und eine erneute Euro-Krise auslösen.

Auf die sich abzeichnende geldpolitische Wende in Europa sind die Versicherer Bernardino zufolge gut vorbereitet. „Wenn die Veränderung der Zinsen graduell, langsam, Schritt für Schritt erfolgt, rechne ich nicht mit großen Problemen aus Sicht der Marktstabilität“, sagte er. An den Finanzmärkten wird aktuell mit ersten Zinserhöhungen der EZB frühestens zur Jahresmitte 2019 gerechnet.

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