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Energie Talanx und Hannover Rück wollen langfristig keine Kohlekraftwerke mehr versichern

Bis 2038 wollen sich Talanx und Hannover Rück aus dem Geschäft mit bestehenden Kohlekraftwerken zurückziehen. Sie folgen damit dem Trend der Branche.

Talanx und Hannover Rück versichern langfristig keine Kohle mehr Quelle: dpa

MünchenDer Versicherer Talanx und seine Tochter Hannover Rück wollen aus der Versicherung von Kohlegruben und Kohlekraftwerken aussteigen. Sie reagieren damit auf den Druck von Umweltverbänden und Investoren, die auf nachhaltige Kapitalanlagen setzen. Neu geplante Kohlekraftwerke und -minen würden ab sofort nicht mehr versichert und rückversichert.

Für den Ausstieg aus der Versicherung bestehender Kraftwerke wollen sich Talanx und Hannover Rück bis 2038 Zeit lassen, wie sie am Donnerstag mitteilten. Ein verantwortungsvoller Ausstieg aus der Produktion von Strom aus Kohle sei nur mittel- bis langfristig möglich. Kohlekraftwerke zählen zu den größten Luftverschmutzern und tragen durch ihre CO2-Emissionen zum Klimawandel bei.

Talanx und Hannover Rück gehören mit der Zeichnungspolitik zu den Nachzüglern in der Branche. Von neuen Kapitalanlagen in Unternehmen mit Kohle-Beteiligungen von mehr als 25 Prozent des Umsatzes hatten sie sich schon vor einem Jahr verabschiedet. Die Allianz etwa hatte bereits 2018 beschlossen, keine Versicherungsverträge mit Kohlekraftwerken zu schließen oder zu verlängern. Sie will bis 2040 keine Kohlerisiken mehr im Portfolio haben.

Begrenzte Ausnahmen soll es aber sowohl bei der Allianz als auch bei Talanx in Entwicklungs- und Schwellenländern geben, die auf die Kohle als Energieträger angewiesen sind, weil sie sich nicht für die Gewinnung erneuerbarer Energien eignen. Organisationen wie Urgewald ist bei Talanx vor allem das starke Engagement von deren Tochter Warta bei polnischen Kraftwerken ein Dorn im Auge.

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