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Energiebranche Gazprom will bereits 2021 Gas über Nord Stream 2 nach Europa liefern

Schon in diesem Winter soll russisches Gas durch die Ostseepipeline Nord Stream 2 nach Europa fließen. Man habe alle Vorbereitungen getroffen, betont Gazprom.

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Der russische Gasriese könnte die umstrittene Pipeline Nord Stream 2 bald in Betrieb nehmen. Quelle: Reuters

Der russische Energieriese Gazprom hat Pläne bekräftigt, nach der Fertigstellung der Ostseepipeline Nord Stream 2 Gas schon in den nächsten Monaten nach Europa zu pumpen. „Noch in diesem Jahr, noch in dieser Heizperiode können wir das erste Gas über die Pipeline Nord Stream 2 an den europäischen Markt liefern“, sagte Gazprom-Chef Alexej Miller am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge. In der Regel beginnt die Heizperiode im Oktober.

Auf russischer Seite seien alle Vorbereitungen getroffen worden, sagte Miller. Er verwies dabei auf die Produktionskapazitäten auf der Jamal-Halbinsel und den Transport von Gas zur russischen Stadt Wyborg, wo die Ostseepipeline in Richtung Deutschland beginnt. „Unsere wichtigste Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass unsere Verbraucher die Winterkälte nicht spüren müssen“, meinte er.

Einen Termin, wann die fast fertiggestellte Pipeline in Betrieb geht, gibt es noch nicht. Nach früheren Angaben plant Gazprom, bis Ende dieses Jahres 5,6 Milliarden Kubikmeter Gas durch Nord Stream 2 nach Europa zu liefern. Das Bauprojekt ist allerdings umstritten. Die US-Regierung kritisiert, Europa mache sich dadurch bei der Energieversorgung zu stark von Russland abhängig.

Die USA und die Ukraine bekräftigten indes in einer gemeinsamen Mitteilung erneut ihren anhaltenden Widerstand gegen Nord Stream 2.

Kremlsprecher Dmitri Peskow verteidigte einmal mehr die Pipeline gegen Kritik: „Das ist ein ausschließlich kommerzielles Projekt, das für niemanden eine Bedrohung darstellen kann.“ Der Umweltbeauftragte des Kreml, Sergej Iwanow, bezeichnete Nord Stream 2 als einen „bedeutenden Beitrag Russlands und Deutschlands zur Ökologie“. Gas sei ein umweltfreundlicher Brennstoff und die Pipeline 2000 Kilometer kürzer als bestehende Transportsysteme. So müssten weniger Kompressoren eingesetzt werden, um Gas durch die Röhre zu pumpen.

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