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Energiekonzern EnBW meldet Sonderbelastungen von 1,25 Milliarden Euro

EnBW wird im ersten Halbjahr wohl tief in die roten Zahlen rutschen. Die sich verschärfende Klimagesetzgebung macht dem Konzern zu schaffen.

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Der Konzern muss 1,25 Milliarden Euro abschreiben. Quelle: Reuters

Milliardenschwere Abschreibungen wegen der gestiegenen Klimaschutz-Anforderungen belasten den Energiekonzern EnBW. Im Halbjahresabschluss 2021 fallen Sonderbelastungen von insgesamt 1,25 Milliarden Euro an, wie das Karlsruher Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Davon kommen alleine 700 Millionen Euro aus Wertberichtigungen für die konventionellen Kraftwerke von EnBW.

Denn wegen der sich verschärfenden Klimagesetzgebung sinkt die Ertragskraft von Kohlekraftwerken weiter. In geringerem Umfang sind aber auch Windparks von den Wertberichtigungen betroffen. Der Konzern muss zudem Rückstellungen für drohende Verluste aus nicht mehr kostendeckenden Strombezugsverträgen um 300 Millionen erhöhen.

Unter dem Strich wird EnBW deshalb wohl im ersten Halbjahr tief in die roten Zahlen rutschen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen noch einen Konzernüberschuss von gut 184 Millionen Euro eingefahren. Die Ergebnisprognose für das laufende Jahr ist von den Abschreibungen nicht betroffen. Demnach rechnet EnBW unverändert mit einem bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) von 2,82 bis 2,97 Milliarden Euro, das wäre ein Anstieg von zwei bis sieben Prozent zum Vorjahr. Die Halbjahresbilanz will das Unternehmen am 29. Juli veröffentlichen.

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