WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Energiekonzern legt Bilanz vor E.On ist wieder in der Gewinnzone

Johannes Teyssen: „Im Ergebnis 2017 zeigt sich der Erfolg unserer bisherigen Strategie.“ Quelle: Reuters

Neben dem Mega-Deal mit RWE bietet E.On-Konzernchef Teyssen den Aktionären solide Jahreszahlen. Nach dem Rekordverlust steht jetzt unter dem Strich wieder ein dicker Gewinn.

Die Nachricht über den Mega-Deal mit Konkurrent RWE zur Übernahme von Innogy überstrahlte am Montagabend alles. Dabei ging eine positive Nachricht fast unter, die E.On-Chef Johannes Teyssen den Aktionären zeitgleich mitteilte: Der Energiekonzern hat das Geschäftsjahr 2017 mit einem Überschuss von 4,2 Milliarden Euro abgeschlossen. Ein Jahr zuvor hatte Teyssen noch einen Rekordverlust von 16 Milliarden Euro einräumen müssen.

Im Vorjahr war die Bilanz durch gewaltige Abschreibungen im Zuge der Abspaltung von Uniper belastet worden. Im vergangenen Jahr hat E.On dagegen von einem Sondereffekt profitiert: Der Rückzahlung der Atomsteuer. Die musste der Bund nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts erstatten.

Aber auch operativ liefen die Geschäfte solide. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) blieb mit 3,1 Milliarden Euro zwar nur konstant - es lag damit aber am oberen Ende der prognostizierten Spanne von 2,8 bis 3,1 Milliarden Euro. Allerdings ist E.On auch für 2018 verhalten. Hier wird das Ebit in einer Spanne von 2,8 bis drei Milliarden Euro erwartet. Bis 2020 soll das Ebit dann aber jährlich um durchschnittlich drei bis vier Prozent steigen.

Die Nettoverschuldung sank - unter anderem wegen der Steuererstattung - um 27 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro. Für 2017 schüttet E.On eine Dividende von 30 Cent je Aktie aus. Für 2018 stellt Teyssen 40 Cent in Aussicht.

„Im Ergebnis 2017 zeigt sich der Erfolg unserer bisherigen Strategie“, sagte Teyssen: „Schneller als ursprünglich erwartet haben wir die Lasten der Vergangenheit hinter uns gelassen, die Bilanz deutlich gestärkt und gehen nun aus einer Position der Stärke in die Transaktion mit RWE.“

E.On und RWE hatten zuvor ihren Deal besiegelt. Danach übernimmt E.On den von RWE gehaltenen 76,8 Prozent an Innogy und erhält im Gegenzug umfangreiche Aktivitäten.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%