Energiekonzern RWE verlegt Zentrale an alten Stammsitz

Nach der Abspaltung von Innogy wird RWE seine Zentrale zurück an den historischen Stammsitz im Essener Norden verlegen. Dort soll eine neuer Campus mit drei Bürogebäuden entstehen. Innogy bleibt im dagegen im RWE-Turm.

Bis zum Bezug der neuen Zentrale arbeiten die RWE-Beschäftigten übergangsweise in Bürostandorten in der Innenstadt. Quelle: dpa

EssenDer Energiekonzern RWE verlegt seine Zentrale nach der Abspaltung der Ökostromtochter Innogy zurück an den historischen Stammsitz des Unternehmens im Essener Norden. Dort werde bis 2020 ein neuer RWE Campus mit drei neuen Bürogebäuden und Platz für 850 Arbeitsplätze entstehen, teilte RWE am Dienstag mit. Innogy, die Großtochter des Konzerns für Erneuerbare Energie, Netz und Vertrieb, bleibt im 1996 eröffneten RWE-Turm in der Nähe des Hauptbahnhofs.

Der künftige Campus für den RWE-Mutterkonzern liegt unmittelbar neben dem Sitz der RWE-Handelstochter Supply & Trading, bei der bereits rund 1100 Menschen arbeiten. Zwischen Verwaltungsgebäuden und Handelszentrale werde es kurze Wege und direkte Verbindungen geben, sagte ein Sprecher. Bis zum Bezug der neuen Zentrale arbeiten die RWE-Beschäftigten übergangsweise in Bürostandorten in der Innenstadt.

Der neue Komplex grenzt an die 1965 stillgelegte Zeche Victoria Mathias an, auf deren Gelände das 1898 gegründete „Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk“ sein erstes Kraftwerk errichtet hatte. RWE wird den neuen Firmensitz nicht selbst finanzieren, sondern nur mieten. Die Stadt Essen freut sich über die Aufwertung des teils problematischen Nordens durch eine große Unternehmenszentrale. „Das ist auch ein deutliches Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort“, lobte der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU).

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