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Energiekonzern Verdi fordert: Fortum muss vor Uniper-HV Hedgefonds Rote Karte zeigen

Verdi ruft den Energiekonzern Fortum zu klaren Aussagen zur Zukunft von Uniper auf. Die Anträge von Elliott und Knight Vinke müssten abgelehnt werden.

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Die Finanzinvestoren haben den kritischen Kurs des scheidenden Uniper-Chefs Klaus Schäfer gegenüber Fortum kritisiert. Quelle: Reuters

Düsseldorf Die Gewerkschaft Verdi hat den finnischen Energiekonzern Fortum zu klaren Aussagen über seine Pläne beim Düsseldorfer Versorger Uniper aufgefordert. „Die Mitarbeiter von Uniper sind beunruhigt. Es ist sehr schwierig, wenn der neue Anteilseigner offen lässt, wie er auf der Hauptversammlung abstimmen wird“, sagte Bundesvorstandsmitglied Andreas Scheidt am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.

„Ich erwarte, dass Fortum Verantwortung übernimmt und die Anträge von Elliott und Knight Vinke ablehnt.“ Die Finanzinvestoren haben den kritischen Kurs des scheidenden Uniper-Chefs Klaus Schäfer gegenüber Fortum kritisiert. Für die Hauptversammlung am Mittwoch haben sie Anträge eingereicht, mit denen sie das Uniper-Management unter Druck setzen wollen.

„Hedgefonds wie Elliott und Knight Vinke wollen Cash machen. Die haben keine langfristige Strategie“, kritisierte Scheidt. Der 54-Jährige leitet bei Verdi den für die Versorger zuständigen Fachbereich. Er ist zudem Vize-Aufsichtratschef von E.ON, des früheren Uniper-Mutterkonzerns. „Wir haben schon länger nichts mehr von Fortum gehört. Anfangs haben sie sehr um Unterstützung geworben, auch bei den Gewerkschaften“, kritisierte Scheidt.

Knight Vinke will auf dem Treffen der Uniper-Anleger in Düsseldorf erreichen, dass der Vorstand den Weg zu einer Abspaltung des russischen Stromgeschäfts ebnen muss. Sollte es dafür keine Mehrheit geben, soll darüber abgestimmt werden, die Trennung vom schwedischen Stromgeschäft vorzubereiten.

Elliott will durchsetzen, dass der Uniper-Vorstand um den künftigen Chef Andreas Schierenbeck sich für einen Beherrschungsvertrag durch Fortum einsetzt. Knight Vinke hält gut fünf Prozent an Uniper, Elliott knapp 18 Prozent und Fortum 49,99 Prozent. Die Übernahme der Mehrheit ist den Finnen durch eine Sonderregelung in Russland verbaut. Würde Uniper dieses Geschäft abspalten, wäre der Weg frei. „Das russische Geschäft von Uniper ist hochattraktiv. Das sollte im Konzern bleiben. Das gleiche gilt für das schwedische Geschäft“, betonte Scheidt.

Mehr: Seit eineinhalb Jahren schwelt der Konflikt zwischen Management und seinen Aktionären nun schon. Lesen Sie hier, wieso der Konflikt eskalieren könnte.

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