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Energieversorger Probleme an belgischen Atommeiler machen Engie zu schaffen

Belgische Kernkraftwerke dürfen dieses Jahr nur zu 52 Prozent in Betrieb sein. Engie beklagt dadurch einen operativen Verlust von 600 Millionen Euro.

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Der Konzern erwartet einen bereinigten Nettogewinn von etwa 2,45 Milliarden Euro – wenn er seine Kernkraftwerke wie geplant wieder in Betrieb nehmen kann. Quelle: Reuters

Paris Die Abschaltung von Kernkraftwerken in Belgien hat dem französischen Versorger Engie im dritten Quartal zu schaffen gemacht. Für das laufende Jahr rechnet Engie-Chefin Isabelle Kocher deshalb im Kernkraft-Bereich mit einem operativen Verlust (Ebitda) von rund 600 Millionen Euro, wie der Konzern am Mittwoch in Paris mitteilte. Im Gesamtjahr dürften die belgischen Kernkraftwerke des Konzerns nur zu rund 52 Prozent in Betrieb sein.

Mängel an belgischen Atommeilern sind in Deutschland immer wieder Grund zur Sorge. Für das Gesamtjahr erwartet Kocher einen bereinigten Nettogewinn von etwa 2,45 Milliarden Euro. Das ist das untere Ende der eigentlich angepeilten Spanne und hängt zudem davon ab, dass der Konzern seine Atomreaktoren in Belgien wie geplant wieder anfahren kann.

Das Ebitda soll etwas unterhalb der ursprünglich erwarteten 9,3 bis 9,7 Milliarden Euro herauskommen. In den ersten neun Monaten erzielte Engie trotz der Probleme einen Umsatz von 43,0 Milliarden Euro und damit 0,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ging um 0,3 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro zurück.

Organisch und bei stabilen Währungskursen wäre ein Plus von 5,0 Prozent herausgekommen. Nach den ersten sechs Monaten hatte der Zuwachs allerdings noch einen Prozentpunkt höher gelegen. Engie hat sich von zahlreichen Geschäftsteilen getrennt, den Anteil an Kohlestrom reduziert und will sich verstärkt auf umweltfreundliche Energien und seine Stromnetze konzentrieren.

In Belgien betreibt der Konzern jedoch noch die wegen technischer Mängel umstrittenen Atommeiler Tihange und Doel.

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