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Eon verbucht Milliardengewinn Teyssen überwindet den Trennungsschmerz

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Die Rückzahlung der Atomsteuer spült Geld in die Kassen

Dabei spült schon allein die Rückzahlung der Atomsteuer – inklusive Zinsen – 3,3 Milliarden Euro in die Kassen. Das Bundesverfassungsgericht hatte Anfang Juni die Brennelementesteuer, die der Bund von 2011 bis 2016 von den Atomkonzernen erhoben hatte, für unvereinbar mit dem Grundgesetz und nichtig erklärt.

Seit Anfang Juli ist Eon zudem eine weitere Belastung los. Gemeinsam mit anderen Atomkonzernen hat der Energieriese die Verantwortung für die Endlagerung des Atommülls auf einen öffentlich-rechtlichen Fonds übertragen. Das war zwar kurzfristig teuer. Eon musste zusätzlich zu den dafür gebildeten Rückstellungen noch einen Risikozuschlag von rund zwei Milliarden Euro aufwenden. Langfristig entbindet es den Konzern aber eines schwer zu kalkulierenden Risikos. Eon ist jetzt nur noch für den Rückbau der Reaktoren zuständig.

Am Dienstagnachmittag hatte Eon die Anleger schon mit einer Ad-hoc-Meldung überrascht. Ab dem Geschäftsjahr 2018 will der Konzern einen höheren Anteil des bereinigten Konzernüberschuss an die Aktionäre ausschütten. Dann soll die Dividendenausschüttungsquote auf mindestens 65 Prozent gemessen am bereinigten Konzernüberschuss angehoben werden.

Ursprünglich hatte Eon eine Quote von 50 bis 60 Prozent ab 2018 in Aussicht gestellt. Für das Geschäftsjahr 2016 gab es eine Bardividende in Höhe von 0,21 Euro je Aktie. Die Ausschüttungsquote lag damit bei 45 Prozent. Für 2017 will der Versorger eine fixe Dividende von 30 Cent pro Aktie zahlen. RWE hatte wegen der Rückzahlung der Atomsteuer schon für 2017 eine Sonderdividende in Aussicht gestellt.

„Durch die weitere konsequente Umsetzung unseres Entschuldungsprogrammes sind wir auf gutem Wege, Spielraum für eine Steigerung der Dividende zu erarbeiteten“, sagte Teyssen. Er versprach aber gleichzeitig auch in neues Wachstum zu investieren. Zur Vorlage der Bilanz 2017 will er Anfang kommenden Jahres eine neue „Wachstums- und Investitionsoffensive“ vorstellen.

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