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2020 wird noch besser Fünf gute Vorsätze für den Job

Quelle: dpa

Das Berufsleben ist zu kurz, um nicht das Beste aus dem Job zu machen. Diese guten Vorsätze helfen, damit die Arbeit 2020 erfüllender, produktiver und stressfreier wird.

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Der Jahreswechsel ist die Zeit der guten Vorsätze. Die lohnen sich nicht nur im Privatleben. Beruflich ist der Start ins neue Jahr der ideale Zeitpunkt, um Ambitionen zu wagen. Dass einem zum Jahresende in Sachen Produktivität und Motivation die Puste ausgeht, ist normal. Aber wie zufriedenstellend fällt Ihr beruflicher Jahresrückblick 2019 insgesamt aus?

  • Nehmen Sie sich Zeit für eine Bilanz:
  • Das hat Ihr Arbeitsjahr geprägt
  • Das waren Erfolgserlebnisse, die es in dieser Weise früher nicht gegeben hätte.
  • Das hätte besser laufen sollen.
  • Das hat Spaß gemacht.
  • Das hat zunehmend genervt.

Daraus folgt die Frage: Was ist nötig, damit der Beruf 2020 (noch) mehr Erfüllung bringt und man aus professioneller Sicht am Ball bleibt? Hier sind fünf Anregungen für gute Vorsätze für das neue Jahr.

Job-Vorsatz #1: Mehr aus dem Beruf herausholen

Der beruflichen Optimierung sind natürliche Grenzen gesetzt. Aber es gibt eine Menge Stellschrauben, an denen man drehen kann, ohne gleich an den Grundfesten des Jobs zu rütteln. Nicht alles muss ständig Spaß machen. Aber wer mit Blick auf das neue Jahr so gar nichts hat, worauf man sich freut oder auf das man gespannt ist, sollte aus purer Eigenverantwortung versuchen, mehr aus dem Job herauszuholen.

Sowohl Selbstständige als auch Angestellte können Schwerpunkte verschieben, um Produktivität und Zufriedenheit zu steigern. Dazu kann es gehören, sich im neuen Jahr wieder stärker Themen zuzuwenden, die einen fordern und wirklich interessieren. Die werden mit der Zeit oft schleichend von Aufgaben überdeckt, die leicht von der Hand gehen, aber weniger sinnstiftend sind. Routine ist gut, aber sollte nicht komplett den Arbeitsalltag bestimmen.

Die Zufriedenheit mit dem Job hängt natürlich neben den Inhalten maßgeblich von der Würdigung der Leistung und des Engagements ab. Fragen Sie endlich nach der überfälligen Gehaltserhöhung oder arbeiten Sie in den nächsten Monaten gezielt auf das Lohnplus hin. Unterschätzen Sie dabei nicht, was gute Benefits an Gegenwert bringen können.

Job-Vorsatz #2: Mehr aus sich herausholen

Der Ehrgeiz lässt ab einer gewissen Karrierestufe schnell nach. Ging es zu Beginn der Laufbahn in erster Linie darum sich hochzuarbeiten, wird die meiste Energie nun darauf verwendet, den Status quo zu pflegen. Die Arbeitswelt tritt aber nicht auf der Stelle und selbst Spitzenkräfte sind nicht vor Jobverlust gefeit. Ständige Fortbildung sollte deshalb dazu gehören, auch wenn das den Deutschen offenbar besonders schwerfällt.

In einer Umfrage der Unternehmensberatung Boston Consulting Group belegte die Bundesrepublik unter 197 Ländern den letzten Platz, als es um die Bereitschaft zur ständigen Weiterbildung im Job ging. Nehmen Sie Fortbildungsangebote 2020 wirklich mal in Anspruch oder schauen Sie, in welchen Bereichen es Wissenslücken gibt, die mit der Zeit zum Problem werden könnten.

Das Beste aus sich herauszuholen kann 2020 zudem bedeuten, stärker auf die eigene Außenwirkung zu achten. Vielleicht müsste die Büro-Garderobe mal grundlegend überdacht werden.

Job-Vorsatz #3: Freiräume besser nutzen

Fordern und fördern gehen Hand in Hand. Nutzen Sie im neuen Jahr die Freiräume an Arbeitstagen voll aus. Das bedeutet etwa, in der Mittagspause mal wirklich kurz abzuschalten. Dabei hilft es, mit den Kollegen nicht nur über den Job zu sprechen. Dann verkommt die gesetzlich zugesicherte Erholungszeit nämlich rasch zum inoffiziellen Meeting.

Beginnen Sie außerdem spätestens zum Jahresbeginn mit der Urlaubsplanung 2020. Das erhöht zum einen die Chancen, im gewünschten Zeitraum freizubekommen. Außerdem ist es aus psychologischer Sicht ungemein hilfreich, wenn das Arbeitsjahr möglichst früh durch verlässliche Ferienzeiten in überschaubare Einheiten unterteilt wird. Wagen Sie das Experiment, im Urlaub tatsächlich mal überhaupt nicht zu arbeiten oder zumindest die Arbeit diszipliniert auf festgelegte Zeitfenster zu begrenzen.

Freiräume schaffen kann auch bedeuten, wertvolle Schlafenszeit zu opfern. Probieren Sie es im neuen Jahr doch mal, den Wecker einige Minuten früher zu stellen. Auf diese Weise wird der Start in den Tag selbstbestimmter und weniger gehetzt.

Job-Vorsatz #4: Ziele stecken

Wenn gute Vorsätze scheitern, liegt es oft daran, dass sie zu ambitioniert waren. Im Beruf aber geschieht wenig über Nacht. Große Ziele beginnen deshalb mit kleinen Schritten. Vielleicht möchten Sie in den nächsten Jahren unbedingt mal längere Zeit im Ausland leben und arbeiten. Oder Sie träumen schon länger von einem Karrierewechsel oder der Selbstständigkeit. 2020 muss das noch nicht Wirklichkeit werden. Aber es kann das Jahr sein, in dem Sie die ersten Schritte tun.

Job-Vorsatz #5: Auf Nachhaltigkeit achten

Die Deutschen wollen 2020 vor allem Stress vermeiden und mehr Zeit für die Familie haben. Jeweils 64 Prozent nannten diese Punkte in einer Umfrage im Auftrag der DAK als ihre Top-Vorsätze für das neue Jahr. Neben diesen Klassikern mit auf dem ersten Platz landete auch das Thema Nachhaltigkeit. Fast zwei von drei Deutschen wollen demnach 2020 mehr für den Umwelt- und Klimaschutz zu tun.

Der Arbeitsplatz wird häufig übersehen, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Dabei verbringen Erwerbstätige dort den größten Teil der wachen Zeit. Ein guter Vorsatz kann lauten, an den meisten Tagen Snacks und Mittagessen von zu Hause mitzubringen. Das erfordert zwar etwas Planung. Es spart aber Geld, fördert die gesunde Ernährung und hilft nebenbei, die Mittagspause nicht mit dem Gang zum Supermarkt oder Bäcker zu verschwenden (siehe Punkt drei „Freiräume nutzen“). Einzeln verpackte Salate oder Essen vom Lieferdienst produzieren zudem meist sehr viel Verpackungsmüll.

Vielleicht lässt sich der Arbeitgeber ja auch überzeugen, auf Wasser in Plastikflaschen zu verzichten und dafür lieber einen Trinkwasserspender zu installieren, der Leitungswasser mit Kohlensäure versetzt. Beim Pendeln und auf Geschäftsreisen ist das Potenzial für den Klimaschutz ebenfalls häufig bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Wer 2020 Gewohnheiten auf den Prüfstand stellt, kann vermutlich ohne großen Aufwand deutlich umweltbewusster arbeiten als bislang.

Keine Sorge, es muss ja nicht alles nach Neujahr sofort angegangen werden. Aber wann, wenn nicht zum Beginn eines neuen Jahrzehnts, ist es an der Zeit, gute Vorsätze wirklich mal ambitioniert anzugehen? In diesem Sinne: Auf ein erfolgreiches Jahr 2020!

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