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500 Berufe Welches Gehalt Sie jetzt verlangen können

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Beträchtliche Unterschiede

Welche Branchen unterdurchschnittlich zahlen
Werbung / Public Relations Quelle: dpa
Handwerk Quelle: dpa
Öffentliche Verwaltung Quelle: dpa
Forschungsinstitute Quelle: dpa
Touristik- und Freizeitindustrie Quelle: dpa
Einzelhandelsbranche Quelle: dpa
Zeitarbeit Quelle: AP

Dass derzeit Mitarbeiter auf allen Hierarchieebenen von den Spendierhosen der Unternehmen profitieren, bestätigt ein Blick auf den Gehaltstest: Sowohl Fach- wie Führungskräfte als auch Hochschulabsolventen können mit mehr Einkommen rechnen. „Die Konjunktur ist in den vergangenen eineinhalb Jahren sehr stark gewachsen“, sagt PersonalMarkt-Geschäftsführer Tim Böger, „die Gehälter holen jetzt auf, was sie zuvor in der Krise 2009 verloren haben.“

Die Folge: Führungskräfte in Unternehmen mit 100 bis 1000 Mitarbeitern erhalten 2012 ein durchschnittliches Jahresgehalt von etwa 95 000 Euro – das sind satte 6,7 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Fachkräfte ohne Personalverantwortung können noch mit einem Plus von 1,7 Prozent rechnen. Sie nehmen im Schnitt etwa 53 000 Euro mit nach Hause. Hochschulabsolventen steigern ihr Einstiegsgehalt in diesem Jahr im Schnitt um 3,9 Prozent. Im Jahr 2011 verdienten sie durchschnittlich gut 40 000 Euro, 2012 kommen sie auf mehr als 42 000 Euro. Ein Salär, das die meisten Dax-Vorstände bereits nach wenigen Tagen zusammenhaben.

Diese Kluft zwischen Vorstandsetage und dem Rest der Belegschaft wächst deutlich. Verdiente beispielsweise der Vorstandsvorsitzende eines US-Großkonzerns 1991 im Schnitt das 140-Fache seines Mitarbeiters, liegt diese Differenz heute beim Faktor 500.

Die Marathon-Milliardäre
Lakshmi Mittal Quelle: Reuters
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Klaus-Michael KühneDer Reeder bringt es mit 9,8 Milliarden auf Rang 95. Quelle: AP
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Stefan Quandt
Susanne Klatten Quelle: dpa
Michael Otto Quelle: dpa

Auch in Deutschland sind die Unterschiede beträchtlich. Daimler-Chef Dieter Zetsche etwa kassierte im vergangenen Jahr 8,7 Millionen Euro – ein Tagessatz von knapp 24 000 Euro. Zum Vergleich: Der deutsche Durchschnittsarbeitnehmer verdient etwa 28 000 Euro. Jährlich.

Im Rampenlicht

Warum werden aus Millionären Milliardäre, während Durchschnittsverdiener es bleiben? Eine Frage, die US-Ökonom Sherwin Rosen mit der Superstar-Theorie erklärte: Demzufolge steigen die Gehälter der Top-Manager, die regelmäßig im Rampenlicht stehen, überproportional zu denen einfacher Mitarbeiter. Hinzu kommt, dass in großen Unternehmen mit großen Summen hantiert wird – und bei einem Milliardengewinn Millionengehälter der Chefetage scheinbar kaum ins Gewicht fallen. Das erklärt auch, warum Top-Manager sich so gerne auf Fusionen einlassen: Bestenfalls kassieren sie einen kräftigen Bonus. Schlimmstenfalls eine hohe Abfindung.

Und manchmal entscheidet über das Gehalt auch einfach der Zufall. Zu diesem Fazit kamen im vergangenen Jahr die Wissenschaftlerinnen Francesca Fabbri und Dalia Marin von der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Sie untersuchten, wie sich die Einkommen der Vorstandsvorsitzenden der 500 größten deutschen Unternehmen von 1977 bis 2009 entwickelten. Rechnet man die Inflation heraus, kletterte die durchschnittliche Vergütung in drei Jahrzehnten von 200 000 Euro auf 700 000 Euro – ein Plus von 250 Prozent.

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