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Abschalten unnötig Die meisten sind an Weihnachten erreichbar

Drei von vier Berufstätigen machen nicht mal den Versuch, an Weihnachten richtig abzuschalten, wie eine Umfrage zeigt. Rund jeder fünfte Berufstätige hat zwischen Weihnachten und Neujahr keinen Urlaub.

Zehn Gründe, warum Sie gerade jetzt mehr Überstunden machen
Die lieben KollegenWährend Sie fein säuberlich den Überblick über Ihre Urlaubstage behalten, fällt den lieben Kollegen am Jahresende vor allem eins auf: Ich muss meinen Jahresurlaub noch abfeiern. Und prompt verabschieden sich die Kollegen für ein paar Wochen aus dem Büro. Dort dreht sich die Welt natürlich weiter – vor allem um Sie. Quelle: dpa
Das restliche BudgetWer sein Budget nicht aufbraucht, hat zu viel Geld bekommen. Das ist schlecht für die Verhandlungen um das Budget fürs nächste Jahr. Hat Ihre Abteilung am Jahresende etwa noch Geld übrig? Dann nichts wie raus damit. Ein Projekt hier, ein kleiner Service für die Kunden da. Das macht Arbeit. Quelle: ZB
Die losen BlätterstapelSie bezeichnen das vielleicht als kreatives Chaos. Aber in den vielen losen Blättern auf, unter, neben und in Ihrem Schreibtisch finden auch Sie sich nach drei Wochen Weihnachtsurlaub nicht mehr zurecht. Da hilft nur eins: aufräumen. Aber natürlich nicht in der Kernarbeitszeit. Quelle: AP
Der eigene UrlaubDer letzte Arbeitstag vor dem Urlaub fühlt sich manchmal an wie der letzte Schultag. Doch bevor Sie sich über den Jahreswechsel ordentlich entspannen, wollen einige Dinge organisiert werden. Richten Sie Abwesenheitsnotizen ein und bereiten Sie die Projekte für die Tage nach dem Urlaub vor! Quelle: dpa
Die WeihnachtspostIst es nicht wunderbar, ein weitreichendes Netzwerk an Kontakten zu haben? Damit das auch so bleibt, gehört es sich, sämtliche Kontakte mit Weihnachtspost zu versorgen. Und wenn Sie sich schon mit Bestellkarten um das Basteln drücken, dann gehört wenigstens eine handschriftliche Notiz darauf. Machen Sie ein Päuschen, wenn die Hand krampft! Quelle: dpa
Der unvermeidliche KaufrauschWeihnachtszeit ist Shopping-Zeit. Gerade Mitarbeiter im Versand- und Einzelhandel sind da extrem gefordert. Da geht die besinnliche Vorweihnachtszeit schon mal schnell im besinnungslosen Kaufrausch unter. Und nach dem ruhigen Fest, geht es weiter mit einer Mischung aus Kauf- und Umtauschrausch. Quelle: dpa
Die jährliche RechnungslegungsfristFür eine weitere Berufsgruppe ist die Vorweihnachtszeit alles andere als besinnlich: Wirtschaftsprüfer. Bei vielen Kunden steht zum Jahresende der Rechnungsabschluss an. Und während im zu prüfenden Unternehmen maximal noch die Buchhaltung anwesend ist, bevölkern die Wirtschaftsprüfer die Büros. Quelle: dpa

Nicht alle Berufstätigen können in diesem Jahr über die Feiertage richtig ausspannen. Rund drei Viertel (74 Prozent) derjenigen, die über Weihnachten und Neujahr Urlaub haben, sind dennoch per Email oder Telefon für Kollegen, Kunden oder Vorgesetzte erreichbar.

Das hat eine repräsentative Umfrage unter 1010 Personen, darunter 537 Berufstätigen, im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergeben. Damit bleibt die Erreichbarkeit in den Ferien auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Fast drei Viertel der Urlauber (74 Prozent) sind per Telefon dienstlich erreichbar, mehr als die Hälfte (55 Prozent) per Mail. Während der Anteil der der per Telefon Erreichbaren in den vergangenen zwei Jahren nur leicht von 68 Prozent gestiegen ist, nimmt die Bedeutung von E-Mail deutlich schneller zu. Vor zwei Jahren hat noch weit weniger als die Hälfte der Berufstätigen (43 Prozent) auf diese Weise den Kontakt zur Arbeitsstelle gehalten.

Unter arbeitsgesundheitlicher Perspektive ist das bedenklich. Selbst BITKOM-Präsident Dieter Kempf kommentiert: "Es ist wichtig, auch einmal komplett abzuschalten.«

Nur rund jeder vierte Urlauber (26 Prozent) ist über die Feiertage für niemanden beruflich zu erreichen. Am häufigsten schalten dabei die Jüngeren komplett ab. Mehr als ein Drittel der unter 30 Jährigen (35 Prozent) gibt an, weder dienstliche Anrufe noch Emails zu beantworten. Anders als in den Vorjahren, als Männer häufiger komplett abgeschaltet haben und Frauen deutlich öfter telefonisch erreichbar waren, gibt es zwischen den Geschlechtern inzwischen keine Unterschiede mehr.

In Arbeit
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Für jeden fünften Berufstätigen stellt sich die Frage der Erreichbarkeit über die Feiertage in diesem Jahr gar nicht. 18 Prozent haben zwischen Weihnachten und Neujahr keinen Urlaub.

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