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Absolventen-Studie Unser Job soll schöner werden

Vorbei die Tage, in denen Berufseinsteiger bibbernd einer ungewissen Zukunft entgegen blickten. Eine neue Studie zeigt: Selbstbewusstsein und Optimismus wachsen ebenso wie die Ansprüche. Nicht immer zu Recht.

Die Gewinner unter den Arbeitgebern
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ThyssenKruppDer Industrieriese aus Essen hat 16 Plätze gutgemacht und rangiert auf Platz 40 bei den beliebtesten Arbeitgebern der Wirtschaftswissenschaftler. Ein anderes Unternehmen, das bei Volkswirten und Betriebswirten an Beliebt stark zugenommen hat, ist...
EADSEuropas größter Luft- und Raumfahrt-, sowie zweitgrößter Rüstungskonzern, EADS, liegt auf Platz 38. Das ist eine Verbesserung von 14 Plätzen. Nicht weiter verwunderlich: EADS liegt in der Gunst der Ingenieure auf Rang neun.
AlstomBei den Ingenieuren hat der Energie- und Transport-Konzern Alstom die größten Sprünge in puncto Beliebtheit gemacht. Von Platz 61 ging es hoch auf Platz 41.
General ElectricDer US-Konzern General Electric ist bei deutschen Ingenieuren ebenfalls stark in der Achtung gestiegen. Auf der Beliebtheitsskala ging es um 16 Plätze nach oben - macht Rang 29.
ABBImmerhin neun Plätze gut machte der Elektrotechnikkonzern ABB. Bei Ingenieuren liegt er auf Platz 25 der beliebtesten Arbeitgeber.
Electronic ArtsBei den Informatikern stehen natürlich die Softwarekonzerne stärker im Focus als Industrieriesen wie ThyssenKrupp. Der Spielehersteller Electronic Arts ist auf der Beliebtheitsskala von Null auf Platz acht geschossen und ist somit der beste Neueinsteiger in der Bewertung.

Der Fachkräftemangel spielt Jobeinsteigern in die Hände: Die Jungen wissen, dass sie händeringend gesucht werden – und wie das ihren Marktwert steigert. Gerade Ingenieure, die kurz vor dem Examen stehen, sind sich ihrer Sache sicher. Nur 14 Prozent der Ingenieurwissenschaftler machen sich Gedanken, ob sie 2012 eine Festanstellung bekommen. Bei den jungen Wirtschaftswissenschaftlern sind es 27 Prozent. Das geht aus einer Untersuchung des Berliner Forschungsinstituts trendence hervor.

Die High Potentials wissen genau um ihren Wert. Kein Wunder: Suchten sich doch fast die Hälfte der befragten Studenten ihr Studium nach den späteren Verdienstmöglichkeiten aus. Ganz selbstbewusst sagen 40 bis 45 Prozent der Studierenden von sich, dass sie wissen, wie viel sie wert sind und was sie verlangen können. Doch die Wünsche und Ziele der Jungen haben sich stark verändert. Nach der Befragung scheint es tatsächlich einen Paradigmenwechsel zu geben - Work-Life-Balance statt 70 Stunden-Jetsetter-Woche sind angesagt. Mehr Geld für weniger Arbeit fordert der Nachwuchs.

Wofür Berufseinsteiger ihr erstes Geld ausgeben
Kaufvertrag für eine Eigentumswohnung Quelle: Fotolia
Kleidung Quelle: dapd
Elektronikgeräte Quelle: dapd
Urlaub machen Quelle: dpa
Autokauf Quelle: gms
Ausgehen Quelle: Kzenon-Fotolia.com
 Sparstrumpf Quelle: dpa

So wollen die Wirtschaftswissenschaftler nicht mehr als 45 Stunden die Woche arbeiten und verlangen dafür ein Jahresgehalt von 43.000 Euro. Allerdings erklärten sich 40 Prozent der rund 14.000 befragten Studierenden bereit, für Annehmlichkeiten wie hochklassige Miet- oder Dienstwagen, Firmenkreditkarte, Diensthandy, Vielfliegerstatus oder Clubmitgliedschaften beim Gehalt Abstriche zu machen.
In den Vorjahren waren die Absolventen noch bereit, mehr für weniger Geld zu arbeiten. 2007 beispielsweise erwarteten die Jungökonomen eine Wochenarbeitszeit von 47 Stunden für 42.000 Euro im Jahr.

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