Arbeitnehmer-Studie Stress ist ein Kündigungsgrund

Mehr als jeder dritte Arbeitnehmer hat schon einmal wegen zu viel Stress gekündigt, behauptet eine neue Umfrage. Die Deutschen scheinen jedoch stressresistenter als Franzosen oder Briten.

Stress Quelle: dpa

Dauerstress ist offenbar ein zentraler Kündigungsgrund. Um sich davor zu schützen, haben 38 Prozent der Arbeitnehmer schon einmal bewusst den Job gewechselt. Weitere 32 Prozent ziehen es zumindest in Betracht, sich aufgrund von Stress etwas anderes zu suchen. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine neue Studie der Online-Stellenbörse Monster.

Stress ist eine normale Reaktion des Körpers und hilft dabei, sich an unterschiedliche Situationen anzupassen. Wird er jedoch chronisch, kann Stress krank machen: Die Folge sind Bluthochdruck, Magengeschwüre, Schlafstörungen, Burnout-Syndrom oder Depressionen.

Deutsche Arbeitnehmer liegen nach Angaben von Monster knapp unter dem internationalen Durchschnitt: Hierzulande haben 36 Prozent der Befragten schon einmal stressbedingt ihren Job gekündigt. 29 Prozent haben schon darüber nachgedacht.

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Damit zeigen die Bundesbürger im weltweiten Vergleich gute Nehmerqualitäten. Lediglich indische Arbeitnehmer scheinen stressresistenter zu sein. Nur 19 Prozent wechselten ihren Job aufgrund einer zu hohen Arbeitsbelastung, für 57 Prozent war es noch nie ein Problem.

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In Frankreich und Großbritannien sieht das anders aus. Fast die Hälfte der dortigen Studienteilnehmer hat ihren Job aufgrund von zu viel Stress gewechselt. Für lediglich elf Prozent der französischen Teilnehmer spielte das bislang keine Rolle.

In Kanada und den USA sieht es ähnlich aus. 44 Prozent der Kanadier und 42 Prozent der Amerikaner gaben an, aufgrund von einer hohen Arbeitsbelastung schon einmal das Weite gesucht zu haben. „Jeder Job bringt ein gewisses Maß an Stress mit sich“, sagt Monster-Personalchef Thomas Zahay. „Lassen sich allerdings Probleme längerfristig nicht aus der Welt schaffen und führen sie zu gesundheitlichen Problemen, muss man den Mut haben, ‚Nein‘ zum Job zu sagen.“

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