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Arbeitsalltag Von diesen Büros träumen die Deutschen

Ein stilles Plätzchen zum Schlafen und eine Stummtaste für die Kollegen. Das würden sich viele Menschen für ihren Arbeitsplatz wünschen, wie eine internationale Umfrage zeigt.

Ein Blick auf die Schreibtische der Macht
Wolfgang Drewalowski, Geschaeftsfuehrer BRAX Quelle: Stefan Thomas Kröger für WirtschaftsWoche
Karl Krause, Vorstandsvorsitzender der Kiekert AG Quelle: Christof Mattes für WirtschaftsWoche
Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer Quelle: Dominik Pietsch für WirtschaftsWoche
Margrethe Vestager, EU-Kommissarin Quelle: Morris Willner für WirtschaftsWoche Online
Simone Frömming, Deutschland-Chefin des Softwarekonzerns VMware Quelle: Dieter Mayr für WirtschaftsWoche
Martina Koederitz, Deutschland-Chefin von IBM
Thorsten Braun, Chef des Werbevermarkters Disneymedia Quelle: Dieter Mayr für WirtschaftsWoche

Ein ruhiges, lichtdurchflutetes Büro. So stellen sich Fach- und Führungskräfte ihren Traum-Arbeitsplatz vor, wie eine Umfrage des Online-Netzwerkes LinkedIn bei weltweit über 7.000 Arbeitnehmern – 420 davon in Deutschland – ergeben hat. Weiterer Fokus der Erhebung war eine Prognose über Techniken und Arbeitsbedingungen, die in fünf Jahren den Büroalltag prägen werden, beziehungsweise aus diesem verschwunden sein werden.
Die Studie zeigt: 37 Prozent der deutschen Befragten, mehr als in allen anderen Ländern, bevorzugen einen Arbeitsplatz, der frei ist von künstlichen Lichtquellen. Die Deutschen brauchen offenbar besonders viel Sonne für ihr Glück.

Die zweite große Sehnsucht der deutschen Großraumbüro-Angestellten ist ganz offensichtlich die nach Ruhe und einer gewissen Privatheit. Den Traum von einer imaginären „Stummtaste“, die alle Gespräche der Arbeitskollegen auf lautlos stellt, träumen 21 Prozent der befragten Deutschen. Auf den dritten Platz der Wünsche wählten sie einen „ruhigen Ort im Büro, der für ein kurzes Nickerchen geeignet ist“ gewählt (19 Prozent).

In diesem Punkt liegen die Deutschen auf einer Linie mit den internationalen Ergebnissen. Auch weltweit steht ein Schlafplatz im Büro mit 22 Prozent auf Platz drei der Wunschliste. Der international am häufigsten genannte Traum ist allerdings „Ein Assistent, der bei der täglichen Arbeit zur Hand geht“. In Deutschland belegt dieser Wunsch lediglich den vierten Platz. Sind die Deutschen womöglich doch besonders fleißig?

Die Dinosaurier des Büros
Weiterer Bestandteil der Umfrage war die Einschätzung nach Technologien und Trends, die in fünf Jahren den Büroalltag prägen oder aber aussterben werden.

Die Dinosaurier des Büros
Der KassettenrecorderDas Design der Kassette erlebt gerade eine große Nostalgie-Welle - meist mit digitalem Inhalt. Als Aufnahmetechnik für Interviews oder Diktate hat die Kassette mit Sicherheit ausgedient.
Die RolldateiBis vor kurzem stand sie auf vielen Schreibtischen, nicht zuletzt von Journalisten. Mittlerweile sammeln immer mehr Menschen ihre Kontakte lieber digital in ihrem Mail-Verwaltungsprogramm.
Das Faxgerät Quelle: dpa/picture-alliance
Geregelte ArbeitszeitenVon neun Uhr morgens bis fünf Uhr abends geht ein normaler Büro-Arbeitstag. In immer mehr Unternehmen weichen diese festen Zeiten längst auf. Immer mehr Menschen wünschen sich flexible Arbeitszeiten und wollen gerne auch mehr zuhause arbeiten. Quelle: dpa
Desktop-ComputerWer braucht noch schwere, unbewegliche Rechnerkasten, wenn tragbare Computer immer besser und billiger werden? Überall, wo große Rechnerleistung gefragt ist, dürften uns die Desktops aber noch lange erhalten bleiben. Quelle: REUTERS
Das Telefon mit Wählscheibe Quelle: dpa/picture-alliance
Die VisitenkarteVielleicht sind auch die Tage der Visitenkarte schon gezählt. Per SMS oder E-Mail bringt man seine Kontaktdaten schneller an die Leute. Dagegen spricht, dass die Übergabe der Visitenkarte auch ein förmlicher Akt des Kennenlernens ist. Noch sollte jedenfalls keiner ganz darauf verzichten.

Deutsche Arbeitnehmer teilen bei diesem Vergleich die Ansichten ihrer internationalen Kollegen: Kassettenrekorder (85 Prozent), Faxgerät (74 Prozent) und Rotationskarteien (74 Prozent) werden bis 2017 aus Büros verschwunden sein, prophezeien die Befragten.

Auf den nachfolgenden Plätzen liegen geregelte Arbeitszeiten (55 Prozent), Desktop-PCs (39 Prozent), Festnetztelefone (33 Prozent) und Visitenkarten (12 Prozent), die bald nicht mehr an unseren Arbeitsplätzen zu finden sein werden.
Smartphones (59 Prozent), flexible Arbeitszeiten (58 Prozent) und Videokonferenzen (57 Prozent) hingegen werden laut Umfrage die Zukunft prägen. Auch in anderen Ländern erwarten die Befragten ähnliches. Lediglich Cloud Computing und Tablet-PCs werden international eine noch größere Bedeutung beigemessen. In Deutschland liegen diese Trends auf den Rängen vier (50 Prozent) und fünf (45 Prozent).

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