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Arbeitsbedingungen Sport und Doppel-Büros verhindern Stress

Die äußeren Arbeitsbedingungen sind mitentscheidend für das Aufkommen von Stress. Großraumbüros und dauernde Erreichbarkeit sind dafür ein Nährboden, wie eine Umfrage zeigt.

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6. Das VeränderungsmodellDas besagt diese Theorie: Auftauen, verändern, wieder einfrieren - das ist das Motto dieser Theorie. Kurt Lewin vergleicht sein Modell mit einem Eiswürfel, den man in einen Eiskegel verwandelt. Nach seiner Argumentation motiviert man durch den dreistufigen Prozess die Menschen dazu, dass sie den Wandel wollen. So wenden Sie diese Theorie an: Seien Sie sich darüber im Klaren, welche Veränderungen Sie vornehmen wollen und warum sie nötig sind. Danach steht die Gewinnung von Unterstützung im Mittelpunkt. Dabei heißt es geschickt sein: Diejenigen, die für das Geld zuständig sind, wollen finanzielle Gewinne sehen. Die Personalabteilung dagegen fordert positive Auswirkungen auf die Mitarbeiter. Aber unterschätzen Sie nicht die Macht der Kollegen: Sie müssen die Vorteile der Veränderung verstehen - das ist entscheidend für den Erfolg. Quelle: dpa
Umfangreiche Aufgaben ganz klein machen Quelle: Fotolia
Ausbeuterischer Arbeitgeber Quelle: Fotolia
Konkurrenzkultur Quelle: Fotolia
Soziale Vereinsamung Quelle: Fotolia
Zu wenig Freizeitaktivität Quelle: dpa
Grenzenlose Arbeit Quelle: dpa

Kein Tag ohne neue Nachrichten von der Stress-Front. Die Botschaft ist stets dieselbe: Großraumbüros und dauernde Erreichbarkeit sind die großen Stress-Katalysatoren. Wenn der Arbeitgeber da kein Erbarmen kennt, kann der Arbeitnehmer immerhin mit Sport in der Pause etwas Stress abbauen. Das ist auch das Fazit eines Projektes von Studenten der Technischen Universität München am Lehrstuhl für Strategie und Organisation, über die das Online-Portal "Wirtschaftspsychologie-Aktuell" berichtet.

Die Studenten untersuchten die Auswirkung von Arbeitsbedingungen auf die Stressbelastung von Büroangestellten. An der Studie nahmen 249 Menschen teil. Sie bearbeiteten den Onlinetest „Stressmonitor“, den ein Marktforschungsinstitut zur Verfügung stellte. Die Angaben zur Stressbelastung beruhen also auf der Selbsteinschätzung der Betroffenen auf fünf Stufen (1 kein Stress bis 5 sehr starker Stress). Der Test wurde um Fragen zur Pausengestaltung, zur Bürogroße und zur Verfügbarkeit erweitert.

Zusätzlich zum Stresslevel wurde die so genannte berufliche Balance als Anzeichen für die psychische Belastung ermittelt. Sie spiegelt das Verhältnis von wider. Besteht Ein Ungleichgewicht zwischen Engagement und erfahrener Anerkennung über längere Zeit gilt als psychische Belastung und steigert das Risiko von Suchtneigungen, Herz-Kreislauferkrankungen und Depressionen.

Großraumbüros stressen

Die Größe der Büroräume, das heißt vor allem die Zahl der gemeinsam in einem Raum arbeitenden Personen, hat offenbar entscheidenden Einfluss auf den Stress. Die Insassen von Großgruppenbüros mit mehr als vier Kollegen gaben mit 2,0 im Schnitt den höchsten Stresswert an. Einen etwas niedrigeren Stresslevel von 1,8 meldeten die Insassen von Einzelbüros. Im Kleingruppenbüro mit bis zu vier Mitarbeitern herrschte der niedrigste Stresswert von 1,7.

Sechs Prozent der Teilnehmenden gaben an, in Arbeitspausen meistens oder teilweise Sport zu treiben. Sie hatten einen sehr niedrigen Stresslevel von 1,3. 15 Prozent nutzten die Pausen selten, 79 Prozent nie für Sport. Ihr durchschnittlicher Stresslevel lag mit bis zu 1,9 deutlich höher. Dieser Zusammenhang könnte allerdings auch dadurch zu erklären sein, dass Menschen, die bei der Arbeit keinen Stress empfinden, mehr Zeit und Gelegenheiten für Sport in der Pause haben.

In Arbeit
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16 Prozent der Befragten gaben an, permanent verfügbar zu sein. Sie hatten den höchsten Stresslevel von durchschnittlich 2,1. Diejenigen, die nur selten oder manchmal verfügbar waren, hatten einen niedrigeren Stresswert von 1,7.

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