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Arbeitsleben Glück kann man trainieren

Fernsehunterhalter Eckart von Hirschhausen hat ein Trainingsprogramm für Glück entwickelt. Ein Test unter Versicherungsmitarbeitern scheint dessen Wirksamkeit zu bestätigen.

Fernsehunterhalter Eckart von Hirschhausen ist davon überzeugt, dass man Glück trainieren kann.

Glück hat bekanntlich verschiedene Bedeutungsschichten: Vom Empfinden eines kurzen Glücksgefühls bei einem unverhofft eintretenden Zufall bis zu anhaltender Glückseligkeit und Lebensglück. Eckart von Hirschhausen ist überzeugt, dass man Glücklichsein trainieren kann. Und er glaubt auch zu wissen wie das ganz konkret geht: Mit einem von ihm auf sieben Wochen angelegten Programm von wöchentlich bis zu drei Glücksübungen, die jeweils 10 bis 15 Minuten dauern.

Tobias Esch, Professor für Gesundheitsförderung an der Hochschule Coburg und derzeit zu einem einjährigen Forschungsaufenthalt an der Harvard Medical School, hat das Programm an 101 Mitarbeitern einer Versicherung getestet, wie die Zeitschrift Wirtschaftspsychologie-Aktuell berichtet. Ergebnis: Die Trainierten waren nach dem Training glücklicher, zufriedener und weniger gestresst als Teilnehmer einer Kontrollgruppe. Der haken bei der Sache ist nur: Das festgestellte Glück beruht nur auf den Aussagen der Teilnehmer. Bei körperlichen Stressmarkern zeigten sich kaum Effekte. Außerdem: Angefangen hatten 147 Teilnehmer, von denen 46 aber nicht durchhielten.

Zehn Fakten, die glücklich machen
Die Elemente, aus denen der menschliche Körper besteht, sind durch das Zusammenfallen von Sternen entstanden. So setzt sich unser Organismus unter anderem aus Calcium, Chlor, Kalium, Kohlenstoff, Magnesium, Natrium, Phosphor, Sauerstoff, Schwefel, Stickstoff und Wasser zusammen. All diese Elemente gäbe es nicht ohne zerfallene Sterne. Somit bestehen wir alle aus Sternenstaub. Quelle: dpa/dpaweb
Kühe haben beste Freunde und können mehr als 100 Herdenmitglieder erkennen und unterscheiden. Besonders enge Bindungen gibt es zwischen Müttern und Töchtern und Kälbern untereinander. Quelle: dpa
Blinde Menschen lächeln, auch wenn sie noch nie in ihrem Leben ein Lächeln gesehen haben. Der fröhliche Gesichtsausdruck ist uns Menschen angeboren. Für diejenigen, die sehen können, ist lächeln darüberhinaus ansteckend: Werden Menschen angelächelt, lächeln sie zurück. Quelle: dpa
Wenn auch drastisch: Die Chinesen passen gut auf ihre Panda-Bären auf. Wer im Land der Mitte einen Panda tötet, muss selbst damit rechnen mit dem Tod bestraft zu werden. Außerdem sind in der südchinesischen Stadt Cheng- du, der Heimat der Pandas, beleidigende Darstellungen der Tiere verboten. Quelle: dpa
Die Beatles haben das Wort "Liebe" 613 Mal in ihren Liedern benutzt. Quelle: dpa
Einige Schildkröten können durch ihren Po atmen. Weichschildkröten decken so Sauerstoffbedarf unter Wasser. Durch diese "Hautatmung" können die Tiere lange ohne Aufzutauchen atmen. Quelle: dapd
Eichhörnchen pflanzen jedes Jahr tausende neue Bäume - und das nur, weil sie vergessen, wo sie die Nüsse versteckt haben. Quelle: dpa

Glück per E-Mail

Wie sah das Hirschhausensche Glückstraining aus? In den sieben Wochen sollten die Teilnehmer jede Woche Glücksübungen durchführen, über die sie per E-Mail informiert wurden. Die Themen und Übungen:

Woche 1 – Grundlagen:

  • festhalten, wie man sich gerade fühlt
  • überlegen, was einen daran hindert, glücklich zu sein
  • in einem Glückstagebuch drei Dinge notieren, die einen an diesem Tag glücklich gemacht haben

Woche 2 – Gemeinschaft:

  • körperlichen Kontakt suchen, der angenehm ist
  • den besten Freund treffen
  • einen Dankesbrief an jemanden schreiben

Woche 3 – Glück:

  • drei Personen von den eigenen Wünschen erzählen
  • jemandem eine Freude machen, indem man ihm einen Gefallen tut
  • zufällig entscheiden, was man neues tun soll

Woche 4 – Wohlbefinden:

  • etwas achtsam essen
  • glückliche Momente mit dem Fotoapparat festhalten
  • Sport treiben

Woche 5 – Stärken:

  • die eigenen Stärken festhalten
  • diese Stärken in einer neuen Art und Weise nutzen
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