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Arbeitswelt Warum der Mensch ein Büro braucht

Im alten Rom nutzten die Beamten ihr Büro, um eigenen Geschäften nachzugehen. Keine schlechte Idee. Ein paar alternative Vorschläge zur Büronutzung.

Zunächst einmal braucht der Mensch nur ein Büro, alles weitere findet sich. Quelle: dpa

Im guten alten Italien, das noch den Charme der Rückständigkeit hatte, waren die Leute keineswegs fauler als heute. Die römischen Ministerien wimmelten mittags vor Leben, es war ein reger Publikumsverkehr. Das hieß aber nicht, dass die Beamten keine Mittagspause hatten. Sie nutzten sie nur anders als heute: Sie verkauften Eier in ihren Büros, Selbstgestricktes, Eingemachtes, schwarz importierte Transistorradios oder Waren aus den Asservatenkammern der Polizei. Die Beamten lebten davon – nicht von ihren Gehältern. Es waren fleißige Kaufleute, sie demonstrierten, dass eine Verwaltung auch überleben kann, wenn sie ihren eigentlichen Zweck gar nicht mehr erfüllt.

Der Knigge fürs Großraumbüro
"Fenster zu!" Dem einen ist es zu kalt und zugig, dem anderen zu warm und stickig. Einer der Hauptstreitpunkte in Großraumbüros ist die Raumtemperatur. Das bestätigte auch eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa. Gut ein Viertel der Befragten gab an, dass es um die Temperatur im Büro immer wieder Diskussionen gibt. Da hilft nur, Frostbeulen und Kollegen mit Dauerhitzewallungen in getrennten Räumen unterzubringen. Quelle: dpa
Ein Mann und eine Frau reden in einem Büro Quelle: Rofeld Hempelmann
Meeting Quelle: Kzenon-Fotolia.com
Eine Frau telefoniert Quelle: Hanik - Fotolia.com
Ein Mann mit zugeklebtem Mund Quelle: Mirko Raatz - Fotolia
Eine Frau schreit aus einem Computer heraus Quelle: SnappyStock
Mann an einem Kopierer Quelle: Arne Pastoor - Fotolia

Was braucht der Mensch? Zunächst einmal nur ein Büro, alles weitere findet sich.

Das italienische Beispiel könnte eine Hoffnung und eine Lehre für die Zukunft sein. Was etwa soll mit den Tausenden von Angestellten werden, von denen sich, wie man hört, die deutschen Banken trennen wollen?

In Arbeit
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Wahrscheinlich könnte man sich alle Sozialpläne sparen, wenn man den Gekündigten ihre Büros erhielte. Ihnen würde schon etwas einfallen, was sie darin verkaufen könnten - wertloser als die Derivate der Vergangenheit kann gar nichts sein.

Dieser Artikel ist zuerst auf zeit.de erschienen.

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