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Ausbildungsreport 2017 Überstunden und Druck gehören zum guten Ton

Lehrjahre sind laut Volksmund keine Herrenjahre. Daran scheinen sich viele Unternehmer zu halten. Jedenfalls zeigt eine aktuelle DGB-Studie, dass viele Chefs von ihren Lehrlingen Überstunden erwarten. Sonst gibt's Druck.

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Auszubildende klagen über Überstunden und Druck vom Chef. Quelle: dpa

Regelmäßige Überstunden und übermäßiger Druck vom Chef verleiden vielen Auszubildenden laut einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) ihre Ausbildung. Vor allem im Hotel- und Gaststättengewerbe klagen viele Azubis laut DGB über die Zustände. „In der Ausbildung als billige Arbeitskräfte missbraucht zu werden, das ist die Realität in dem Bereich“, sagte die DGB-Vize-Chefin Elke Hannack am Donnerstag in Berlin. Auch Berufe aus dem Handwerk wie Friseure und Lebensmittel-Fachverkäufer sowie Fachangestellte in Zahnarztpraxen finden sich am unteren Ende der Bewertungen.

Insgesamt leistet über ein Drittel der Azubis regelmäßig Überstunden. Im Schnitt sind es 4,2 Stunden mehr. Von diesen Azubis bekommen laut DGB mehr als 13 Prozent weder Bezahlung noch Freizeitausgleich. Für 35 Prozent liegt kein betrieblicher Ausbildungsplan vor. Mehr als jeder zehnte Azubi übt regelmäßig ausbildungsfremde Tätigkeiten aus.

„Je größer der Betrieb, desto höhere Zufriedenheit mit der Ausbildung“, sagte die DGB-Jugendsekretärin Manuela Conte.

So viel verdienen Auszubildende in den einzelnen Branchen pro Monat

Am zufriedensten sind Mechatroniker, Zerspanungstechniker, Elektroniker, Industriemechaniker und Industriekaufleute.

Der DGB forderte Bund und Länder auf, mehr in die Berufsschulen zu investieren. „Wir brauchen einen Berufsschulpakt, mit dem sich und Länder verpflichten, mehr Geld in die Hand zu nehmen.“ Technische Modernisierung und mehr Lehrkräfte seien nötig. Nur 58 Prozent der Azubis loben laut DGB die Qualität des Berufsschulunterrichts.

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