WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Beruf Welche Ausbildung mehr Gehalt verspricht

Seite 2/2

Unterschiede bei den Fachrichtungen

Die beliebtesten Business-Schools
The Archbishop of Cantebury Rowan Williams (R) and atheist scholar Richard Dawkins pose for a photograph outside Clarendon House at Oxford University Quelle: REUTERS
Screenshot SDA Bocconi Quelle: Screenshot
Screenshot Rotterdam School of Management Quelle: Screenshot
Screenshot HEC Quelle: Screenshot
PR-Bild vom Campus des IMD Schweiz Quelle: Pressebild
Screenshot Quelle: Screenshot
Foto vom Campus des Iese Quelle: Pressebild

Das Ergebnis bei der Entscheidung zwischen Universität oder Ausbildung

Nicht für alle Fachrichtungen ist es zutreffend, dass ein Studium ein höheres Gehalt nach sich zieht. Männer können insbesondere als Versicherungskaufmann oder in der Buchhaltung relativ hohe Stundenlöhne erzielen. Die Löhne übersteigen zum Beispiel die eines Lehramtsabsolventen, eines Absolventen der Geisteswissenschaften oder auch einiger ingenieur- und naturwissenschaftlichen Fächer. Diesem Ergebnis stehen allerdings die Ausbildungen in technischen Fächern gegenüber. In den Bereichen Feinmechanik, Maschinenbau, Hoch- und Tiefbau schneiden Absolventen einer beruflichen Ausbildung finanziell schlechter ab als eine diejenigen die eine akademische Qualifizierung in einem ähnlichen technischen Bereich erlangt haben.

Bei den Frauen haben die beiden Wissenschaftlerinnen ermittelt, dass mit einer beruflichen Ausbildung in den Bereichen Informatik, Marketing und Werbung, Öffentliche Sicherheit, Medizinische Dienste, Versicherung und Finanzen, Fremdsprachen und Transporttechnik anschließend relativ hohe Stundenlöhne gibt.
Unterdurchschnittlich wird dagegen in den akademischen Fächern Regionalwissenschaften, Erziehungswissenschaften, Sozialarbeit, Maschinenbau, Mathematik
und Bauingenieurwesen verdient.

Das Fazit

Angesichts dieser Lohnunterschiede nach Geschlecht überrascht es die beiden Untersucherinnen kaum, dass der Anteil an Männern in der Sozialarbeit gering ist, während Frauen noch immer relativ schwach in den Ingenieurwissenschaften vertreten sind. Im Jahr 2009 begannen beispielsweise 11.334 Frauen ein Studium der Sozialen Arbeit, während es nur 3.151 Männer waren. Im gleichen Jahr schrieben sich 41.122 männliche Studienanfänger für Maschinenbau ein - allerdings nur 4.546 Frauen. Nach Meinung der Wissenschaftlerinnen könnte ein gewisser Teil der Studienplatzwahl von Männern und Frauen auf die anschließende Gehaltserwartung zurückzuführen sein.

Aktuell wird sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft angestrebt, mehr Frauen in die bislang stark von Männern dominierten Berufe zu bringen. Der Erfolg dieser Maßnahmen wird aber bestimmt davon abhängen, ob es gelingen wird, in diesen Bereichen mehr Chancengleichheit und vor allem bessere Verdienstmöglichkeiten für Frauen zu erreichen.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%