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Beruf Welche Ausbildung mehr Gehalt verspricht

Ein Studium lohnt sich in den meisten Fachrichtungen. Das diese Aussage zumindest im finanziellen Bereich zutrifft, zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). In einigen Fächern könne aber auch mit einer beruflichen Ausbildung ein hoher Lohn erreicht werden.

Studium oder Ausbildung - womit verdienen junge Menschen heute am meisten. Eine Studie hat jetzt viele Neuheiten ans Licht gebracht Quelle: dpa

Die höchsten Stundenlöhne werden in den klassischen Universitätsfächern Medizin, Betriebswirtschaftslehre und Jura erzielt. Aber auch in einigen Fächern der
beruflichen Ausbildung, vorwiegend im kaufmännischen Bereich, können Abiturienten einen Lohn erwarten, der über dem Durchschnittslohn von Personen mit Abitur insgesamt liegt.

Die technischen und naturwissenschaftlichen Fächer gehören - trotz des oft diskutierten Mangels an Absolventen - nicht zu den „Top“-Fächern hinsichtlich des zu erwartenden Lohns. Die gelte insbesondere für Frauen, schreiben die wissenschaftliche Mitarbeiterin Daniela Glocker und die Doktorandin Johanna Storck, die die Studie durchgeführt haben.

Die beliebtesten Studienfächer in Deutschland
IngenieurwissenschaftenIn dieser Fächergruppe fiel der Rückgang besonders stark aus: Noch knapp 106.300 junge Menschen begannen dieses Studium. Das sind 8,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Vor allem die Zahl der männlichen Studienanfänger sank, während die Anzahl der Frauen stieg. Ursache ist nach Angaben der Statistiker die Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011, die damals zu einem deutlichen Anstieg der männlichen Erstimmatrikulierten geführt hatte. Quelle: dpa/dpaweb
Platz 1Es muss nicht immer das oberste Gericht sein wie die Richter vom Bundesverfassungsgericht (Bild). Für 185.856 Studienanfänger, die voriges Semester 2011/2012, das Studium der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften angefangen haben, gibt es an deutschen Gerichten auch nicht genügend Arbeitsplätze. Die Politologen, Volkswirte und Juristen, die jedes Jahr zu Tausenden die Universitäten verlassen, finden ausreichend Betätigungsfelder in Politik, Wirtschaft und Medien. Quelle: dapd
Mathematik und NaturwissenschaftAuch in dieser Fächergruppe sank 2012 die Anzahl der Erstimmatrikulierten im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 Prozent. Insgesamt schrieben sich 84.600 Anfänger für das Studium ein. Quelle: dpa/dpaweb
Sprach-und Kulturwissenschaften 82.600 Personen nahmen 2012 ein Studium aus der Fächergruppe der Sprach- und Kulturwissenschaften auf. Damit ist auch hier ein Rückgang um 5,1 Prozent zu verzeichnen. Quelle: dpa
Rechts-, Wirtschafts- und SozialwissenschaftenFür ein Studium dieser Fächergruppe entschieden sich 163.500 Studierende. Mit 2,9 Prozent ist lediglich ein kleiner Rückgang zu verzeichnen. Quelle: dpa
Humanmedizin und GesundheitswissenschaftenAls einzige Fächergruppe kann der Bereich Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften ein Plus verzeichnen und dann direkt - mit 7,9 Prozent - ein großes. 24.100 Studienanfänger gab es in diesem Bereich im vergangenen Jahr. Quelle: dpa

Die Methode

Die DIW-Untersuchung stützt sich auf Daten des Mikrozensus der Jahre 2005 bis 2008. Seit 2005 werden Universitätsabsolventen als auch Absolventen einer beruflichen Ausbildung nach ihrem Fach gefragt. Diese Studie konzentriert sich auf Personen im Erwerbsalter von 21 bis 65 Jahren, die ein Abitur haben. Ihnen stehen alle drei Ausbildungswege (Universität, Fachhochschule und betriebliche Ausbildung) offen. Insgesamt wurden 69 Fächer für Männer und 65 Fächer für Frauen untersucht. Die Studie basiert auf 190 133 Individuen.

Das Ergebnis im Bereich Studienfach

Den höchsten Stundenlohn erreichen Männer und Frauen in den Studienfächern Zahnmedizin und Medizin. Bei den Männern folgen die Bereiche Betriebswirtschaftslehre und Jura. Interessant ist, dass Frauen mit dem Abschluss eines Lehramtsstudiums ein höheres Gehalt bekommen als Absolventinnen eines BWL-Studiengangs. Den geringsten Stundenlohn mit einem akademischen Abschluss erreichen Männer in den Fächern Sozialarbeit (Universität und Fachhochschule), Geschichte, Regionalwissenschaften (Uni) und Architektur.

Frauen verdienen am wenigsten mit einem Abschluss in den Fächern Architektur (FH), Bauingenieur (FH und Uni), Mathematik (FH) und Maschinenbau (FH).

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