Berufe Einzelhändler ist häufigster Ausbildungsberuf

Die meisten neuen Lehrverträge werden seit Jahren in den immer gleichen Lehrberufen abgeschlossen. Es dominieren kaufmännische Ausbildungen, wie aktuelle Zahlen aus dem Statistischen Bundesamt zeigen.

Diese Berufsgruppen arbeiten am meisten
Vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer arbeiteten 2015 durchschnittlich 1.657 Stunden Quelle: ZB
ArbeitstageWas sich dagegen viel stärker geändert hat, sind die Tage, an denen gearbeitet wird. Von
Wohnungsanzeige Quelle: dpa
Ein junger Mann liest kleinen Kindern etwas vor Quelle: dpa
Zwei Männer putzen Fenster Quelle: dpa/dpaweb
Zwei Frauen richten ein Bett in einem Hotel Quelle: dpa/dpaweb
Ein Mann arbeitet an einer Maschine Quelle: dpa

In Deutschland gibt es mehr als 340 Ausbildungsberufe. Doch die meisten von Ihnen spielen in der Statistik keine große Rolle. Gut ein Fünftel der neu abgeschlossenen Verträge konzentrierte sich, wie das statistische Bundesamt mitteilt, im Jahr 2012 auf die fünf häufigsten Ausbildungsberufe in Deutschland. Einzelhandelskaufmann bleibt der häufigste Ausbildungsberuf. Knapp 32 000 junge Menschen (5,8 Prozent) haben im vergangenen Jahr einen entsprechenden Ausbildungsvertrag unterschrieben. Auf den nächsten Plätzen folgen Verkäufer, Kfz-Mechatroniker, Büro- und Industriekaufleute.
Diese fünf Berufe bilden bereits seit acht Jahren die Spitzengruppe und repräsentieren 21,4 Prozent aller begonnenen Ausbildungen. Unter mehr als 340 Möglichkeiten kamen die 20 häufigsten Lehrberufe auf 52,9 Prozent. Zusätzlich gibt es noch duale Studiengänge und spezielle Ausbildungen für Behinderte, die ebenfalls in der Statistik erfasst werden.
2012 hatten insgesamt 549 003 Jugendliche einen neuen Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Das waren 3,0 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Insgesamt gab es knapp 1,43 Millionen Auszubildende.
Bei den Frauen ist die Dominanz der kaufmännischen Berufe stärker als bei den Männern. Lediglich die medizinische Fachangestellte konnte sich auf Rang vier behaupten. Die jungen Männer bevorzugen hingegen industrielle und handwerkliche Ausbildungswege: Bei ihnen stehen neben dem Top-Beruf Kfz-Mechatroniker die Ausbildungen zum Industriemechaniker, Elektroniker und zum Anlagenmechaniker Sanitär-Heizung-Klima ganz oben. Einzig der Einzelhandelskaufmann hält sich bei den männlichen Auszubildenden als kaufmännischer Beruf in den Top-Rängen.

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Die schulische Vorbildung beeinflusst die Berufswahl. Bei Jugendlichen mit Hochschulzugangsberechtigung waren Industriekaufmann, Bankkaufmann und Kaufmann im Groß- und Außenhandel die häufigsten Ausbildungsberufe. Bei Jugendlichen ohne einen Hauptschulabschluss rangierte der Beruf Verkäufer auf Platz eins, gefolgt von Maler und Lackierer.

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