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Blick ins neue Arbeitsjahr So klappt's 2013 mit Ihrer Karriere!

Euro-Krise, Sparrunden, Insolvenzanträge – viele blicken verunsichert ins neue Jahr. Das muss nicht sein: Fünf Experten beantworten die wichtigsten Fragen rund um Ihre Karriere.

Ein Fernglas steht vor den Hochhäusern in Frankfurt am Main Quelle: dpa

Ist 2013 ein gutes Jahr für einen Jobwechsel?

Jan Müller: Wenn Sie aktuell keine spannende Position in Aussicht haben, sondern grundsätzlich über einen Jobwechsel nachdenken, sollten Sie bis zum Sommer warten. Denn die Konjunkturprognosen zeigen bis zur Jahresmitte eine Delle.

Jan Müller Quelle: Presse

Das bedeutet: Die Firmen sind mit Neueinstellungen vorsichtig. Danach sollte das Stellenangebot wieder üppiger und die Konditionen für Arbeitnehmer besser werden. Aber auch dann gilt es, sorgfältig zu analysieren: Ist das Unternehmen gesund? Stimmt die Strategie? Agiert der potenzielle Arbeitgeber in einem Wachstumsmarkt? Identifiziere ich mich mit den Werten des Unternehmens? Ist die Position interessant und zukunftsträchtig? Blind zu wechseln, nur weil sich eine Chance bietet, ist meist ein Fehler.

Habe ich 2013 gute Chancen auf eine signifikante Erhöhung meines Grundgehalts?

Tiemo Kracht: Nein, damit ist nicht zu rechnen. Denn die Staatsschuldenkrise in Europa sowie die wirtschaftlichen Probleme in den USA und Südamerika wirken sich langsam, aber sicher negativ auf deutsche Unternehmen aus. Insofern wird 2013 ein Jahr der Kostensensibilität. In Zeiten rigider Kostenregime ist eine signifikante Erhöhung von Grundgehältern wenig realistisch und zudem nicht solidarisch. Es gilt, in erster Linie das Unternehmen zu stabilisieren. Die Steigerung von Grundgehältern bedeutet eine dauerhafte Ausweitung der Kosten, die derzeit nicht auf der Agenda steht. Erhöhungen des Grundgehalts werden nur mit Beförderungen einhergehen. Exzellenten Leistungen kann eher über Sonderzahlungen entsprochen werden.

Noch ist Deutschland ökonomisch gesehen in Europa eine Insel der Seligen. Ob das 2013 so bleibt, ist ungewiss. Welche Zielvereinbarungen sollte ich vor diesem Hintergrund im Jahresgespräch anstreben, welche vermeiden?

Michael Ensser: In Krisenzeiten konzentrieren sich Unternehmen reflexartig auf ihr Kerngeschäft, erhöhen ihre Effizienz und verstärken ihre Routinen. Doch Manager, die sich und ihren Mitarbeitern für 2013 reine Steigerungsziele verordnen, sind Teil des Problems und verhindern die Lösungen, die ihre Unternehmen jetzt dringender denn je brauchen. Was Führungskräfte für sich und ihre Mitarbeiter anstreben sollten, sind Räume für einen weitreichenden und interdisziplinären Austausch und Zeit zur Reflexion. Anstatt noch schneller im "Hamsterrad" zu laufen, gilt es, die Außenperspektive einzunehmen und dadurch eine Vision für übermorgen zu entwickeln.

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