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Büro-Organisation Was der Schreibtisch über Sie verrät

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Altersspanne unter den Arbeitnehmern wird immer größer

Voll gepackte Schreibtische sind weltweit üblich. Die meisten Arbeitnehmer sind vom sortierten, ordentlichen Desk meilenweit entfernt. Quelle: dpa
  • Veränderte Wertschöpfungsketten: Organisationsformen, Wertschöpfungsketten und Märkte verändern sich in immer kürzeren Zeiträumen. Um diesem Wandel folgen zu können, sind Unternehmen selbst auf höchste Flexibilität angewiesen – auch und gerade bei der Gestaltung von Arbeitsplätzen
  • Demografischer Wandel: Die Altersspanne der Arbeitnehmer, die für ein Unternehmen tätig sind, wird immer größer. Vom Lehrling im Teenager-Alter bis zum altgedienten Senior mit Ende 60 gilt es, verschiedenste Anforderungen an Arbeitsplätze zu berücksichtigen. Das reicht etwa von der Rücksichtnahme auf gesundheitliche Belange älterer Mitarbeiter bis hin zu Strukturen, die es Mitarbeitern etwa möglich machen, die Erziehung ihrer Kinder oder die Pflege älterer Familienangehöriger mit ihrem Arbeitsalltag zu vereinbaren. Ein Wunsch, den nach einer Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom zwei Drittel der Arbeitnehmer haben.
  • Attraktiver Arbeitgeber: Weil die Zahl qualifizierter Nachwuchskräfte aufgrund sinkender Geburtenraten in den kommenden Jahren deutlich zurückgehen wird, sind Unternehmen darauf angewiesen, sich vor allem für die Generation Y als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Diese sogenannten Digital Natives sind heute Mitte bis Ende 20 Jahre alt und den Umgang mit digitaler Technik von Kindesbeinen an gewöhnt. Die machen schon heute 15 Prozent der Bevölkerung aus. Und erwarten von ihrem künftigen Arbeitgeber attraktiv ausgestattete Arbeitsplätze – nicht nur im Hinblick auf Mobiliar, Hard- oder Software. Sondern auch bezogen auf die Möglichkeit, Arbeitsort und Arbeitszeit so flexibel wie möglich zu gestalten. Sie wollen ihre Auf-gaben nicht nur in der immer gleichen Büroatmosphäre erledigen, sondern auch mal von zu Hause arbeiten. Oder an einem anderen Ort, der in der jeweiligen Situation eine attraktive Alternative zu Home Office oder Büro bietet – etwa die sogenannten Co-Working-Häuser, in denen nicht mehr nur Freiberufler, sondern zunehmend auch Unternehmen voll ausgestattete Arbeitsplätze nach Bedarf anmieten. Auch, weil kürzere Fahrtwege Zeit sparen und die Umwelt schonen.

„Das klassische Büro“, sagt Fraunhofer-Forscher Bauer, „wird in Zukunft nur ein Arbeitsplatz von vielen sein.“
Für Heike Heimann hat diese Zukunft vor sechs Wochen begonnen: Wer wissen will, an welchem Arbeitsplatz sich die Mitarbeiterin der Vodafone-Personalabteilung gerade aufhält, wirft am besten einen Blick auf den großen Touchscreen im Eingangsbereich der Abteilung. Der zeigt den Grundriss der Etage. Und, dass sich Hei-mann gerade an einem Arbeitsplatz im Open Space aufhält.

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