Büro-Rückkehrer Wenn der Chef die Urlaubsvertretung macht

Wer aus dem Urlaub zurück an seinen Schreibtisch kommt, ertrinkt oftmals in E-Mails oder Akten. Immer häufiger übernehmen jedoch Vorgesetzte die wichtigsten Aufgaben während Urlaub oder Elternzeit.

10 Tipps für einen erholsamen Urlaub
Eine Angestellte spricht mit ihrer Vorgesetzten Quelle: Fotolia.com
Die Leuchtreklame eines Hotels Quelle: Fotolia.com
Ein Haus mit Blick aufs Meer Quelle: Fotolia.com
Ein Mann sitzt mit seinem Laptop am Strand Quelle: Fotolia.com
Ein Kalender liegt auf einem Schreibtisch Quelle: Fotolia.com
Ein Frau sitz am Strand und entspannt Quelle: Fotolia.com
Ein Koffer ist auf das Dach eines Autos geschnallt Quelle: Fotolia.com

Der durchschnittliche deutsche Büroangestellte braucht nach dem Urlaub oder einer längeren Krankheitsphase nur kurze Zeit, bis er sich wieder eingearbeitet hat. Laut einer Studie des Personaldienstleisters Robert Half sind zwei Drittel der Mitarbeiter nach ein bis zwei Tagen wieder so in ihrem Berufsalltag drin, als wären sie nie weg gewesen. Knapp ein Viertel (23 Prozent) braucht sogar weniger als einen Tag.

Das liege unter anderem auch daran, dass Vorgesetzte oft selbst die wichtigsten anfallenden Aufgaben erledigen. Da bleibt dem Urlauber nur noch das Lesen und Löschen der unzähligen aufgelaufenen E-Mails.

Schlimmer geht immer – Wo noch mehr gearbeitet wird!

"Für eine effektive Urlaubsvertretung ist es wichtig, Kollegen frühzeitig über laufende Projekte zu informieren und eine gute Übergabe zu machen", sagt Sladjan Petkovic, Director bei Robert Half International. Das gilt immer, egal, wer die Vertretung macht.

In der Regel übernehmen die verbliebenen Kollegen die Aufgaben derer, die wegen Krankheit, Elternzeit oder Urlaub nicht im Büro sind. In rund 69 Prozent der Urlaubsvertretungen ist das das gängige Procedere. Die Studie zeigt nun, dass in rund einem Drittel der Fälle (35 Prozent) auch der Vorgesetzte die anfallende Arbeit übernimmt.

Sinnvolle Zeitarbeiter

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Nur ganz wenige Firmen greifen bei urlaubsbedingter Unterbesetzung auf temporäre Unterstützung durch Zeitarbeitskräfte zurück. Gerade einmal sieben Prozent nutzen diese Möglichkeit, um Abwesenheiten während der Urlaubszeit auszugleichen.

Dass das aber - engagierter Chef hin oder her - gar nicht so dumm wäre, weiß Petkovic. "Wenn die Arbeitsbelastung während der Ferienzeit Überhand nimmt, sollten Unternehmen überlegen, auch als Urlaubsvertretung temporäre Mitarbeiter zu engagieren." Denn schließlich hat auch der Chef nur zwei Hände.

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