Business-Klassiker Diese Kleidungsstücke sind im Job unverzichtbar

Nie wieder wertvolle Zeit vor dem Kleiderschrank verschwenden: Mode-Experte und Buchautor Bernhard Roetzel gibt Tipps für das perfekte Büro-Outfit. Mit diesen Klassikern sind Sie im Job immer gut angezogen.

Mode im Büro Quelle: Getty Images

Der Anzug

Egal ob dick oder dünn, groß oder klein, blond oder braun, Mann oder Frau: Ein guter Anzug steht jedem. „Er ist das weltweit akzeptierte Standardoutfit“, sagt Mode-Experte und Buchautor Bernhard Roetzel. Doch wie sieht er genau aus, der perfekte Zweiteiler? Schwarz, Blau oder grau? Das Sakko ein- oder zweireihig geknöpft? Roetzel rät Männern zu einem dunkelblauen Modell.

Ob Ein- oder Zweireiher, hängt ab von Figur und Stil, genau wie die Frage: Weste - Ja oder nein?

Doch das Wichtigste ist unabhängig von Figur und Stil: Der Anzug muss immer perfekt sitzen. Das weiß auch Ebbo Tücking, Geschäftsführer der Maßschneider-Kette Cove & Co: „Die Jacke sollte tailliert sein, das Hosenbein auch am Oberschenkel körpernah anliegen“, sagt Tücking. „Das Sakko trägt man übrigens heute kürzer als früher, es muss nicht mehr den Hintern komplett bedecken“.

Darauf sollten Sie beim Anzug achten


Außerdem sollte der Abzug unbedingt genäht und nicht geklebt sein. Dafür ist es ratsam, auch ein bisschen mehr auszugeben. „Um die 800 Euro sollte man schon investieren“, sagt Tücking.
Auch für die Frau ist ein Anzug oder ein Kostüm ein Muss im Kleiderschrank. Modeexperte Roetzel rät zu einem dunklen Modell in Marine oder Schwarz.

Das Hemd

Unter dem Anzug unablässig: Ein hellblaues Hemd mit Knopfmanschetten. „Der Standard im Businessalltag“, sagt Modeexperte Roetzel.

Beim Stoff unbedingt auf bügelfreie Ware verzichten. Stattdessen lieber zu einem Modell aus Oxford oder Pinpoint greifen. „Diese Stoffe sind unempfindlich und stilvoller als bügelfreie Ware“, sagt Roetzel. Außerdem sollte das Hemd keine Brusttasche haben. Männer, die Zigaretten oder Stifte mit sich rumtragen, sind Ebbo Tücking ein Graus.

So finden Sie den richtigen Anzug
Das ReversSchmale Revers sind gerade angesagt. Das wirkt jung und dynamisch, die klassischere, elegantere Variante ist etwas breiter. Stil-Experte Bernhard Roetzel empfiehlt, nicht mit der Mode zugehen: "Wer sich wirklich gut kleiden will, wählt die Reversbreite passend zur eigenen Statur", sagt Roetzel. "Eine schmale Brust wirkt durch schmalere Revers breiter, eine breite Brust wirkt durch breite Revers schmaler." Quelle: Fotolia
Die SchulterpartieDie Schulternaht sollte nicht über die Schulter selbst hinausragen. Das führt zu länglichen Falten am Rücken und zu Hängeschultern. Quelle: dpa Picture-Alliance
Die SakkolängeDas Sakko muss das Gesäß komplett bedecken. Der Autor von "Der Gentleman. das Handbuch der klassischen Herrenmode", Bernhard Roetzel, kennt eine Ausnahme: " Kleinere Herren dürfen die Jacke etwas zu kurz tragen, das streckt." Quelle: AP
Die ÄrmellängeDie Hemdmanschette sollte ein bis eineinhalb Zentimeter aus dem Ärmel herausschauen. Quelle: Fotolia
Die HosenlängeDer Absatz des Schuhs muss frei sein. Die Hose sollte ein bis eineinhalb Zentimeter über der Absatzoberkante enden. Quelle: AP
Die SchuheSchwarze Schuhe passen zu schwarzen, anthrazitfarbenen, grauen und blauen Anzügen. Braune Schuhe lassen sich mit brauen, grauen und blauen Anzügen kombinieren. Außer dem Anzugstoff zählt jedoch auch der Gürtel: „Schuh und Gürtel sollen zusammenpassen, man muss aber nicht die identische Farbe anstreben“, sagt Modefachmann Bernhard Roetzel. Sein Tipp: „Ein schönes Detail kann es sein, wenn man zu Raulederschuhen einen Rauledergürtel trägt. Das ist aber kein Muss." Quelle: Fotolia
Der GürtelBeim geschlossenen Gürtel sollten zwei bis drei freie Löcher am Ende sichtbar sein. Wenn nur ein kurzes Ende herausragt, bezeichnet das Bernhard Roetzel als einen "kümmerlichen Eindruck und man wirkt auch dick." Quelle: Fotolia
Die Krawatte"Das Hemd ist nur der Hintergrund für die Krawatte, die Krawatte ist der Hauptdarsteller", sagt Bernhard Roetzel. Die Umgebung - also Hemd und Anzug - müsse zu diesem Hauptdarsteller passen. Von der Farbe her, sei dies meist weniger das Problem: "Businesshemden sind meistens blaugrundig oder weiß, dazu passen fast alle Krawattenfarben." Wichtiger sei es, die Muster von Krawatte und Hemd aufeinander abzustimmen. "Die Muster müssen sich in Größe und Laufrichtung unterscheiden." Quelle: dpa
Das EinstecktuchAuch wenn viele Männer auf Einstecktücher verzichten, gehören sie für Modeexperte Berhard Roetzel einfach zum Anzug dazu: "Auch und vor allem, wenn man dazu keine Krawatte trägt." Sein Argument: "Die Outfits wirken sonst trist und unvollständig." Krawatte und Tuch sollten zwar farblich aufeinander abgestimmt, aber nie aus dem gleichen Stoff sein. "Zum Businessanzug passt immer das weiße Leineneinstecktuch", sagt Roetzel. Quelle: Fotolia
Die WesteEine Weste passt zu jedem Anlass. Dabei sollten Anzugträger zu einer Weste aus dem gleichen Stoff des übrigen Anzugs greifen. Wichtig ist, dass die Hose nicht zu tief sitzt. „Weste und Hose müssen zusammenpassen, das Hemd darf dazwischen nicht hervorschauen“, rät Roetzel. „Bei Hosen, die sehr niedrig sitzen, ist das nicht leicht zu erfüllen, die Weste wird sonst zu lang und sieht aus wie eine Schürze. Deshalb zu niedrig sitzenden Hosen eher keine Weste tragen.“ Quelle: AP

Das gleiche gilt für den Klassiker schlechthin: Das weiße Hemd. Auch davon sollte jeder Mann mindestens ein Exemplar im Schrank haben. Egal ob hellblau oder weißes Hemd: Bei beiden Modellen ist es wichtig, dass die Ärmel lang genug sind. Das bedeutet, der Stoff sollte exakt 1,5 Zentimeter unter dem Jackenärmel hervorschauen.

„Bei besonderen Anlässen oder für das abendliche Business-Dinner ist das weiße Hemd mit Klappmanschetten Pflicht“, sagt Roetzel. „Natürlich kombiniert mit geschmackvollen Manschettenknöpfen“.

Auch für die Frau gilt: Eine weiße Bluse gehört in jeden Kleiderschrank. Sie lässt den Teint strahlen und wirkt immer seriös und frisch. Statt dem hellblauen Hemd empfiehlt Roetzel für Frauen eine gestreifte Bluse. „Dezente Streifen auf weißem Fond - die Uniform der Dame“, sagt Roetzel.

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