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Coworking Spaces Gemeinsam statt einsam

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Auch große Unternehmen wollen coworken

Auch das Betahaus ist keine reine Erfolgsgeschichte. In Köln musste der Ableger 2013 nach nur zwei Jahren schließen. Die damalige Mitgründerin Anu-Cathrin Beck schrieb in einer Mitteilung, dass ein Grund dafür sei, dass „gut bezahlte Events“ gefehlt hätten.

Gummer von Mohl will die Kölner Erfahrung trotzdem nicht als schlecht abstempeln. „Wir haben daraus sehr viel gelernt“, sagt sie. Von der Pleite muss sie sich auch nicht entmutigen lassen. Das zeigt sich beispielsweise daran, dass sich viele große Unternehmen im Betahaus einmieten. Ein Logistikunternehmen etwa schickt seine Mitarbeiter dorthin, um neue Ideen zu erhalten; ein Telekommunikationsdienstleister hat zwischenzeitlich seine Mitarbeiter untergebracht; ein Reisedienstleister wollte gleich sein eigenes Coworking Space im eigenen Haus haben. Alle wollen kreativ sein, alle wollen mit der Zeit gehen.

Der Knigge fürs Großraumbüro
"Fenster zu!" Dem einen ist es zu kalt und zugig, dem anderen zu warm und stickig. Einer der Hauptstreitpunkte in Großraumbüros ist die Raumtemperatur. Das bestätigte auch eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa. Gut ein Viertel der Befragten gab an, dass es um die Temperatur im Büro immer wieder Diskussionen gibt. Da hilft nur, Frostbeulen und Kollegen mit Dauerhitzewallungen in getrennten Räumen unterzubringen. Quelle: dpa
Ein Mann und eine Frau reden in einem Büro Quelle: Rofeld Hempelmann
Meeting Quelle: Kzenon-Fotolia.com
Eine Frau telefoniert Quelle: Hanik - Fotolia.com
Ein Mann mit zugeklebtem Mund Quelle: Mirko Raatz - Fotolia
Eine Frau schreit aus einem Computer heraus Quelle: SnappyStock
Mann an einem Kopierer Quelle: Arne Pastoor - Fotolia

Nur ist das eben nicht so einfach. Der Reiseanbieter ließ sich zwar den Raum vom Betahaus einrichten, doch wollte zunächst keine Ratschläge, wie Coworking funktionieren kann. Nach kurzer Zeit musste er sich eingestehen, dass er doch Hilfe brauchte: Der richtige Raum ändert nicht die Arbeitsweise der Mitarbeiter und fördert noch lange keine Zusammenarbeit.

Im Clusterhaus in Köln interagieren die unterschiedlichen Start-ups auch außerhalb der Arbeitszeit miteinander. Zwar hat es eigentlich eher wenig mit Sport zu tun, doch zur Fußball-WM herrscht im Garten des Hauses Hochbetrieb. Grafiker, Social-Media-Forscher und Spieleentwickler treffen sich dann zum gemeinsamen Anfeuern. Aber nicht unbedingt wegen des Fußballs. Es geht vor allem um das gute Netzwerk.

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