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DAK-Urlaubsreport Deutsche können im Urlaub nicht richtig entspannen

Einer Forsa-Umfrage zufolge können viele Menschen sich im Urlaub nicht mehr richtig erholen. Es fällt ihnen schwer, den Job hinter sich zu lassen. Auch, weil sie permanent erreichbar sein sollen.

Diese Berufsgruppen arbeiten am meisten
Vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer arbeiteten 2015 durchschnittlich 1.657 Stunden Quelle: ZB
ArbeitstageWas sich dagegen viel stärker geändert hat, sind die Tage, an denen gearbeitet wird. Von "Samstags gehört Vati mir" ist in vielen Branchen nichts mehr zu spüren: Im Jahr 2015 arbeitete gut jeder Vierte (26,5 Prozent) ständig oder regelmäßig an Samstagen oder Sonntagen. 20 Jahre zuvor, im Jahr 1996, waren es noch 23,5 Prozent. Bis zum Jahr 2007 war der Anteil auf den bisherigen Höchststand von 27,8 Prozent angestiegen und bis 2015 wieder etwas zurückgegangen. Quelle: dpa
Wohnungsanzeige Quelle: dpa
Ein junger Mann liest kleinen Kindern etwas vor Quelle: dpa
Zwei Männer putzen Fenster Quelle: dpa/dpaweb
Zwei Frauen richten ein Bett in einem Hotel Quelle: dpa/dpaweb
Ein Mann arbeitet an einer Maschine Quelle: dpa

Die gute Nachricht vorweg: 85 Prozent der im Auftrag der DAK-Gesundheit befragten Personen, die in diesem Sommer schon Urlaub gemacht haben, haben sich in diesem sehr gut (42 Prozent) oder gut (43 Prozent) erholt. Sie erfreuten sich an Sonne und Natur (82 Prozent) oder genossen die Zeit mit ihrer Familie (70 Prozent). Für jeweils knapp zwei Drittel der Befragten (64 Prozent) waren der Ortswechsel und der Wegfall der Arbeitsbelastung der Schlüssel zur Erholung.

Allerdings gab auch fast jeder siebte an, sich im Urlaub weniger gut (10 Prozent) oder überhaupt nicht (4 Prozent) erholt zu haben. Unter den 33- bis 44-Jährigen waren es sogar 18 Prozent der Befragten, die die freie Zeit nicht oder nur bedingt zur Entspannung nutzen konnten. Hauptgrund dafür war bei mehr als der Hälfte (52 Prozent) das Gefühl, nicht von der Arbeit abschalten zu können. Bei 13 Prozent kam hinzu, dass sie für Arbeitgeber und Kollegen über Handy oder Internet erreichbar sein mussten.

Verglichen mit 2012 ist die Zahl derer, die angaben, sich im Urlaub weniger gut oder gar nicht erholt zu haben, je um ein Prozent gestiegen. „Es scheint so, dass die Leute zunehmend ihre Probleme mit in den Urlaub nehmen“, meint DAK-Sprecher Rainer Lange. Bislang sei das nur eine Vermutung. Man sollte die weitere Entwicklung gleichwohl im Auge behalten.

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