DAK-Urlaubsreport Die meisten Deutschen können abschalten

Urlaubszeit ist keine Arbeitszeit: Diese Binsenweisheit setzt sich in der Bevölkerung allmählich durch. Das geht aus dem DAK-Urlaubsreport hervor.

Zehn Mittel gegen Stress
Plane den TagDer beste Weg Stress zu bekämpfen ist zu vermeiden, dass er überhaupt entsteht. Das funktioniert durch Planung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des US-Psychologen und Selbsthilfe-Autors Robert Epstein unter 3000 Teilnehmern in 30 Ländern. Die meisten der Befragten nannten eine gute Planung als wirksamstes Mittel gegen Stress. Quelle: dpa
Schau dir süße Tiere anDas Internet quillt über von süßen Tierfotos und -videos. In seinem Buch „59 Seconds: Change Your Life in Under a Minute“ berichtet Autor Richard Wiseman von einer Studie, in der sich die Probanden Tierfilme angeschaut haben. Ihre Herzfrequenz und ihr Blutdruck sanken in weniger als einer Minute. Quelle: dpa
Geh in die NaturDie Nähe zur Natur hilft, Stress zu vergessen. Eine Umfrage unter mehr als 4500 Niederländern zeigt, dass Menschen, die in einer Gegend mit viel Grün innerhalb eines Umkreises von drei Kilometern leben, weniger von stressigen Lebenssituationen beeinflusst werden und eine höhere mentale Gesundheit aufweisen. Quelle: dpa
Umgebe Dich mit KunstKunst senkt Stress. In einem Experiment mussten 210 US-Studenten Aufgaben an einem Computer lösen – manche davon in einem Raum mit Naturgemälden und abstrakter Malerei. Jene Teilnehmer, die von Kunst umgeben waren, fühlten weniger Wut und Stress. Quelle: dpa
Definiere deine AufgabenMehr Anforderungen, mehr Druck? Im Gegenteil, fand eine US-Studie unter knapp 1500 Armeekadetten heraus, die an einem 35-tägigen Assessment-Center teilgenommen haben. Je mehr Anforderungen, an die Kadetten gestellt wurden, desto weniger beruflichen Druck verspürten sie. Schließlich waren sie sich über ihre Rolle im Klaren. Andere waren unsicherer – und somit auch gestresster. Quelle: Fotolia
Verzichte auf ÜberstundenÜberstunden machen wohlhabender? Das stimmt, aber sie machen nicht glücklicher. Der zugleich anfallende Stress, die Erschöpfung und Konflikte zwischen Arbeit und Freizeit gleichen den Effekt auf die Zufriedenheit wieder aus, stellt eine Studie der Pennsylvania State University fest. Quelle: dpa
Sieh das PositiveStress fängt im Kopf an. Wer sich ständig sorgt, empfindet mehr Stress als Menschen, die positiv denken. In einer Studie mussten Probanden Aufgaben erledigen, während sie entweder über ein persönlich Besorgnis erregendes Thema oder über ein erfreuliches Thema nachdenken sollten. Das Resultat: Wer sich Sorgen machte, war weniger produktiv. Das bedeutet am Ende noch mehr Stress. Also lieber zuversichtlich sein und effizient arbeiten, als sich über den Stress den Kopf zu zerbrechen und kaum voran zu kommen. Quelle: Fotolia

Die gute Nachricht vorweg: Neun von zehn Befragten sagten der DAK-Gesundheit in einer Umfrage, sie hätten sich gut oder sehr gut erholt. Jeder dritte Sommerurlauber, der Verzicht auf Handy oder Internet habe besonders zur Erholung beigetragen.

Zu diesem Ergebnis kommt der neue DAK-Urlaubsreport. Für die repräsentative Studie befragten die Meinungsforscher von Forsa im August 1015 Deutsche, die bereits geurlaubt hatten.

"Im Vergleich zu identischen Studien der Vorjahre war die Erholung 2014 bislang am größten", heißt es bei der Versicherung. Besonders gut entspannen konnten sich die 45- bis 59-Jährigen.

Insgesamt erklärten nur zwölf Prozent der Befragten, sie hätten sich nicht gut oder gar nicht erholt. Der Hauptgrund: 37 Prozent der Betroffenen gelang es nicht, vom Job abzuschalten. Im vergangenen Jahr sagten das noch 52 Prozent. Stress mit Familie oder Freunden (18 Prozent), Krankheit (17 Prozent) oder schlechtes Wetter (15 Prozent) trugen ebenfalls zu fehlender Entspannung bei.

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Doch die schlechte Nachricht ist: Offenbar fällt das Abschalten Jüngeren schwer. Die meisten Probleme beim Ausspannen hatten laut Umfrage die 30- bis 44-Jährigen. 15 Prozent von ihnen klagten über mangelnde Erholung.

DAK-Experte Frank Meiners erklärte, gerade die sogenannte Rushhour-Generation der 30- bis 44-Jährigen habe oft großen beruflichen Druck und wolle ständig erreichbar sein. Aber: "Wer beim Baden in Gedanken noch auf seinem Bürostuhl sitzt, kommt selten erholt an seinen Arbeitsplatz zurück. Das wirkt sich über kurz oder lang auch negativ auf die Gesundheit aus."

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