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Dammanns Jobtalk

Die Stunde der Personaler

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Ein Schatz sind Frauen, Ausländer, ältere Mitarbeiter

Die problematische Vereinbarkeit von Familie und Beruf raubt Deutschland bis zu 2,4 Millionen Frauen, die zusätzlich für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stünden. Quelle: gms

Dabei ist Deutschland gar nicht so arm: Es gibt genügend Zahlen, die zeigen, dass unser Land nach wie vor reich an Wissen und Know-how, Ideen und Innovationskraft ist: Bis zu 2,4 Millionen Frauen stünden zusätzlich für den Arbeitsmarkt zur Verfügung, wenn es nur leichter wäre, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren.

Jeder fünfte Einwohner hierzulande stammt aus einer Familie, die andere nationale Wurzeln hat als deutsche. Und die Einsatzbereitschaft der Generation 50+ ist ungebrochen. Ein Schatz an Vielfalt, unterschiedlichstem kulturellen Background und Wissen, der noch nicht gehoben ist.

Jeder Mitarbeiter braucht das Gefühl, dass er willkommen und wertgeschätzt ist – in seiner Individualität und für seinen Beitrag zum Unternehmenserfolg. Nur so ist Motivation möglich.

Wer von Mitarbeitern Ideen, Innovationsgeist und Tatendrang erwartet, muss ihnen auch das Gefühl geben, dass sie so willkommen sind, wie sie nun mal eben sind. Wenn Ältere, Jüngere, Frauen und Männer aus unterschiedlichsten Kulturkreisen, Querdenker und Angepasste lokal und international erfolgreich zusammenarbeiten sollen, erfordert das ein Klima des gegenseitigen Respekts und Führungskräfte, die ihre Mitarbeiter sinnstiftend einsetzen, so dass dem Unternehmensinteresse wie auch den individuellen Bedürfnissen Rechnung getragen wird.

Rüstzeug für Führungskräfte

Mit dem Demographiewandel und einer stärkeren Globalisierung schlägt die Stunde der Personaler. Sie müssen im Einklang mit den Sozialpartnern den Regelungs- und Prozessfokus mutig auf ein Minimum reduzieren und stattdessen entscheidend dazu beitragen, zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.

Dazu gehört, den Führungskräften, die heute selbstverständlich global agieren, das notwendige Rüstzeug an die Hand zu geben. Dazu gehört weiterhin, Unternehmenskulturen offener und flexibler zu gestalten. So sollten individuell unterschiedliche Arbeits- und Lebensphasenmodelle nicht als non-konform abgelehnt, sondern als Basis für Mitarbeiterzufriedenheit und Teil einer erfolgreichen Bindungsstrategie begriffen werden.

Vielfalt in jeder Beziehung ist ein Schatz, aber natürlich wird Andersartigkeit auch Ablehnung und Unsicherheit hervorrufen. Diese müssen durch gute Personaler fachkundig begleitet und aufgelöst werden. Mit diesen Änderungen eher als Chance denn als Bedrohung umzugehen, können wir lernen und müssen dies auch, wollen wir im 21. Jahrhundert weiterhin so erfolgreich sein wie bisher.

Mehr Beschäftigung von Frauen und Älteren, mehr gemischte Teams auch international und eine größere gegenseitige Wertschätzung macht uns alle stark: Unternehmen wie Volkswirtschaften und selbstverständlich jeden Einzelnen. Bleibt nur die Frage, warum wir nicht eigentlich schon viel weiter in der Umsetzung sind?

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