Die optimale Mittagspause Wer häufiger pausiert, lebt gesünder

Anstatt eine lange Mittagspause zu machen, sollten Angestellte sich besser viele kurze Auszeiten nehmen. Dann sind sie nicht nur motivierter, sondern leben auch gesünder, zeigt eine Studie aus Texas.

Mann verbringt Mittagspause am Arbeitsplatz Quelle: dpa

Lange Mittagspausen sind gut. Es ist aber vorteilhafter, regelmäßig kurze Pausen während der Arbeitszeit einzulegen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die zwei Wirtschaftspsychologinnen der Baylor Universität in Texas durchgeführt haben. Bei der Studie "Give me a better break" geht es darum, wie Angestellte ihre Pausen gestalten sollten, um sich richtig zu erholen. "Anders als beim Handy, bei dem der Akku vollständig von 0 auf 100 Prozent aufgeladen werden soll, brauchen Menschen über den Tag mehrere kurze Pausen", sagt Forscherin Emily Hunter. Zwar sind die Wirtschaftspsychologinnen nicht in der Lage dazu, genau festzulegen, wie lang die optimale Pause ist, aber die Untersuchungen ergaben, dass mehrere kurze Pausen mit höheren Ressourcen verbunden sind. Angestellte müssten demnach nur dazu ermutigt werden, sich mehrere kurze Auszeiten zu nehmen, um sich richtig zu erholen.

Die Studie

Auch wenn die Forscherinnen anhand ihrer Studie nicht die optimale Länge einer Pause festlegen konnten, lieferten ihnen die Ergebnisse aber Informationen zum optimalen Zeitpunkt: Und das ist vormittags. "Wir haben herausgefunden, dass, wenn mehrere Stunden bis zur Pause seit Arbeitsbeginn vergangen sind, die betroffenen Personen berichteten, dass sie sich schlechter fühlen und weniger Energie haben", heißt es in der Studie. Nehmen die Angestellten stattdessen frühzeitig eine Auszeit, so sind sie konzentrierter, motivierter und haben mehr Energie.

Aber auch wie die Angestellten ihre Mittagspause gestalten, wirkt sich auf ihre Ressourcen aus. Denn: Menschen, die sich in ihrer Pause mit Dingen beschäftigen, die ihnen Spaß machen, leben gesünder und sind zufriedener als andere Angestellte. Die Studie zeigt, dass diese Mitarbeiter weniger körperliche Symptome aufzeigen – zum Beispiel Kopf- und Augenschmerzen. Zwar könne der Angestellte die Pause auch mit arbeitsbezogenen Dingen verbringen. Wichtig sei dabei vor allem, dass sie nicht von einer anderen Person aufgetragen wurde.

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