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Diese Jobs erfordern Mut Die zehn gefährlichsten Berufe der Welt

Ob als Bergarbeiter in China oder als Journalist in Syrien - es gibt Berufe, die nicht nur jeden Komfort vermissen lassen, sondern auch eine Gefahr für Leib und Leben sind. Zehn Jobs, die nicht empfehlenswert sind.

Platz 10: Busfahrer in Guatemala-StadtEin Bus in Guatemala wird von Soldaten inspiziert, erschrocken blicken die Fahrgäste auf. 2009 versetzte eine Serie von Morden an Busfahrern Guatemala-Stadt erneut in Aufruhr. Hinter den gezielten Tötungen vermuten Menschenrechtler eine Strategie zur Destabilisierung der Regierung, um deren Handlungsunfähigkeit gegen solche Gräueltaten aufzuzeigen. Schon 2008 wurden 171 Chauffeure und Kassierer in Bussen erschossen, außerdem 52 Taxifahrer. Guatemala ist die Stadt mit den zweitmeisten Morden in Lateinamerika. Quelle: Bureau of Labor Statistics Quelle: AP
Platz 9: Pilot in RusslandImmer wieder kommt es in Russland zu schweren Flugzeugunglücken mit vielen Toten. Unvergessen etwa der Absturz einer Jak-42 im September 2011, bei dem ein ganzes Eishockeyteam ums Leben kam. Insgesamt starben damals 43 Menschen. Kurz zuvor, im Juni 2011, stürzte eine Tupoljew-134 ab, 47 Menschen kamen ums Leben. Schuld waren damals Alkohol und Pilotenfehler. Oder auch der Absturz des Hoffnungsträgers Suchoi Superjet 100 im Frühjahr 2012: die Maschine mit 50 Passagieren an Bord verschwand bei einer Flugvorführung in Indonesien zunächst vom Radar - später wurde dann bekannt, dass sie zwischen den Hängen eines Vulkans zerschellte, es gab keine Überlebenden. Quelle: Reuters
Platz 8: Bergarbeiter in ChinaChinas Bergarbeiter leben gefährlich. Einige der geschätzt 12.000 Kohleminen im Land gelten als die unsichersten der Welt. Offiziell ist die Zahl der Toten deutlich zurückgegangen. Bezifferten die Behörden die Zahl der Toten vor einer Dekade noch mit bis zu 7000 im Jahr, sollen 2012 laut dem Amt für Arbeitssicherheit rund 1300 Menschen ums Leben gekommen sein. Es gibt aber immer wieder Zweifel, ob die offiziellen Zahlen wirklich alle Unglücke erfassen, da immer wieder Fälle vertuscht werden. Ursache vieler Unglücke sind schlechte Ausrüstung, unzureichende Sicherheitsvorkehrungen, mangelnde Aufsicht sowie Vetternwirtschaft zwischen Grubenbesitzern und Behörden. Die unabhängige Organisation China Labour Bulletin in Hongkong wies jüngst darauf hin, dass selbst laut den offiziellen Zahlen noch etwa zehnmal so viele Menschen in chinesischen Minen sterben wie im Bergbau in entwickelten Ländern. Gerade die Minen im Südwesten des Landes seien kaum reguliert, und hier komme es immer wieder zu besonders schlimmen Unglücken. Quelle: REUTERS
Platz 7: Sicherheitsbeamter im IrakIm Irak sind laut einer Statistik der Vereinten Nationen im Juli so viele Menschen durch Terroranschläge ums Leben gekommen wie seit fünf Jahren nicht mehr. Danach wurden allein im vergangenen Monat 1057 Iraker getötet und 2326 Menschen verwundet. Unter den Toten seien 129 Angehörige der Sicherheitskräfte und 928 Zivilisten. Bei 204 der zivilen Opfern handelt es sich den Angaben zufolge um Angehörige der Polizei, die außerhalb der Dienstzeit ermordet wurden. Das politische Klima wird von dem seit 2012 schwelenden Streit zwischen dem schiitischen Regierungschef Nuri al-Maliki und sunnitischen Politikern angeheizt. Zudem hat der Bürgerkrieg im benachbarten Syrien die Spannungen zwischen den verfeindeten Lagern verschärft. Quelle: dpa
Platz 6: Journalist in SyrienSchlagzeilen machte der Fall des ARD-Auslandskorrespondenten Jörg Armbruster, der im März 2013 im nordsyrischen Aleppo angeschossen wurde. Für das Recht auf Information und freie Meinungsäußerung bezahlen Journalisten oft mit ihrem Leben. Im Jahr 2012 starben so viele Reporter wie seit Jahren nicht: Mindestens 139 Journalisten sind in 29 Ländern bei oder wegen der Ausübung ihres Berufes getötet worden. Vor allem durch die Tötung von mindestens 36 Medienarbeitern im Bürgerkrieg in Syrien sei damit ein trauriger Rekord erreicht worden, erklärte die unabhängige Nichtregierungsorganisation Press Emblem Campaign (PEC) im Dezember 2012. Quelle: dpa
Platz 5: SprengmeisterDas Entschärfen von Bomben ist eine heikle Angelegenheit. Wenn dabei etwas schief geht, nimmt die Sache zumeist einen tödlichen Ausgang. So machte etwa im Jahr 2003 die missglückte Entschärfung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Salzburg Schlagzeilen. Zwei Sprengmeister starben, als der 250-Kilogramm-Sprengsatz detonierte; die US-Fliegerbombe hatte einen gefährlichen chemischen Langzeitzünder. Im April 2013 wurden in Thailand vier Sprengmeister getötet. Sie hatten bereits einen Zünder in einem 20-Kilogramm-Sprengsatz entfernt und transportierten die vermeintlich entschärfte Bombe ab, als ein zweiter Zünder den Sprengstoff detonieren ließ. Quelle: dpa
Platz 4: HochseefischerNetze mit Hunderten Kilo von Fisch auf einem rutschigen, nassen Deck einzuholen und zu manövrieren, während Wellen und Sturmböen das Schiff hin und her werfen, ist gefährlich. 200 von 100.000 Fischern sterben laut dem US Bureau of Labor Statistics. Viele von ihnen gehen über Bord und ertrinken. Aber auch die Konkurrenz ist nicht zu unterschätzen: So wurden etwa 2012 15 philippinische Fischer durch bewaffnete Männer getötet, weil sie sich auf ihrem Fanggrund befunden haben sollen. Quelle: AP
Platz 3: HolzfällerAls Holzfäller drohen vor allem Gefahren durch herabstürzende Äste, unerwartet fallende Bäume, Stürze aus großer Höhe und nicht zuletzt durch die Kettensägen. 61 von 100.000 Holzfällern kommen ums Leben. Hinzu kommt, dass Unfälle oftmals in unwegsamem Gelände passieren - Hilfe ist lange unterwegs oder sogar unerreichbar. In Deutschland machte der Fall des 24-jährigen erfahrenen Holzfällers Stephan S. Schlagzeilen, der beim Bäumefällen von einem Ast eines benachbarten Baumes erschlagen wurde. Er wurde so schwer verletzt, dass auch ein eilig herbeigerufener Rettungshubschrauber nicht mehr helfen konnte; der junge Mann verstarb noch am Unfallort. Quelle: dpa/dpaweb
Platz 2: Lkw-Fahrer in AfrikaIm Oktober 2012 gab es in Kapstadt eine Serie von Angriffen auf Lkw, bei denen die Trucks in Brand gesetzt wurden. Es wurde vermutet, dass die Attacken im Zusammenhang mit einem Streik der Lkw-Fahrer standen. Seit 2006 macht zudem die Bewegung für die Emanzipation des Nigerdeltas (bekannt als MEND, von Movement for the Emancipation of the Niger Delta) von sich reden. MEND ist eine Rebellengruppe (hier im Bild), die gegen die nigerianische Regierung und internationale Ölfirmen kämpft, um die Kontrolle in der Ölregion zu erlangen. Sie griffen etwa im Juni 2013 zwei Benzin-Laster an, jagten sie in die Luft, und drohten mit weiteren Angriffen. Lkw-Fahrer und die Bevölkerung sollten sich lieber fernhalten, da alle Sprit- oder Gas-Tanker "jederzeit und überall explodieren könnten". Quelle: dpa
Platz 1: Polizist in MexikoIn Mexiko tobt der Krieg der Drogenkartelle. Erst Ende Juli 2013 wurden mindestens 2 Polizisten bei mehreren Überfällen auf Polizeipatrouillen im mexikanischen Staat Michoacan getötet, 15 weitere wurden verletzt. Im Dezember 2012 wurden in einer Welle der Gewalt über die Weihnachtstage in mehreren Ortschaften insgesamt zwölf Polizisten getötet. Die Polizisten in den Gemeinden gelten als schlecht ausgebildet und bekommen nur wenig Lohn, sie gelten daher als besonders anfällig für Korruption und arbeiten manchmal sogar mit den Drogenbossen zusammen. Seit 2007 kamen in dem Drogenkrieg mehr als 70.000 Menschen ums Leben. Die Eskalation der Gewalt wirkt sich immer stärker auf die Wirtschaft aus, hält Touristen von Reisen ab und verunsichert Investoren. Mit 72,85 Morden je 100.000 Einwohner ist Nuevo Laredo nach Angaben der mexikanischen Stiftung „Sicherheit, Gerechtigkeit und Frieden“ bereits jetzt die achtgefährlichste Stadt der Welt. Quelle: AP
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