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Drückeberger, Witzbolde und falsche Freunde Sieben Kollegen-Typen, die man kennen muss

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Typ: Der "Schleimer", alias der "Opportunist"

Das sind die Lieblingslügen Ihrer Kollegen
Menschen definieren sich über ihren Job - so lautet jedenfalls die Erkenntnis verschiedener Forscher. Sie verbringen jeden Tag mehr Zeit an ihrem Arbeitsplatz als mit ihrem Partner, den Kindern oder ihren Hobbies und über nichts sprechen Menschen so viel wie über ihren Job. Selbst Menschen, die aus finanziellen Gründen guten Gewissens zuhause bleiben könnten, gehen irgendeiner Beschäftigung nach, damit sie sich nicht langweilen. Wenn Ihnen also ein Kollege sagt, dass er auch gut ohne Arbeit kann, dann lügt er. Quelle: Fotolia
Über Geld spricht man nicht. Das erzeugt sonst wahlweise Mitleid oder Neid. Deshalb sollten Sie auch keinem Kollegen glauben, der behauptet, dass er auch nicht mehr verdient, als Sie. Quelle: Fotolia
Genauso wenig Glauben schenken sollten Sie den Beteuerungen Ihrer Kollegen, wenn sie behaupten, dass sie überhaupt keinen Wert auf eine Beförderung legen. Damit will man Sie höchstens in Sicherheit wiegen und sich heimlich die neue Stelle unter den Nagel reißen. Oder haben Sie schon mal einen Sportler sagen hören, dass er keine Lust hat, einen Wettkampf zu gewinnen? Quelle: Fotolia
Einen Fehler zu machen, ist unangenehm. Ihn dann auch noch zugeben zu müssen, noch viel unangenehmer. Deshalb schieben viele den schwarzen Peter anderen zu. Wenn Ihr Kollege also sagt, dass er damit nichts zu tun hat, haken Sie besser nochmal nach. Quelle: Fotolia
Ähnlich vorsichtig sollten Sie sein, wenn einer der Kollegen verspricht, einen Fehler auf seine Kappe zu nehmen. Quelle: Fotolia
Wenn der Kollege in der Kaffeeküche tobt und schwört, dem Chef jetzt aber mal kräftig den Marsch zu blasen - rechnen Sie nicht damit. Quelle: Fotolia
Und auch hinter dem aufmunternden " Das schaffst du schon", was Ihnen die Kollegin hinterherruft, bevor Sie zum Jahresgespräch müssen, könnte sich ein "das wird nie was" verbergen. Quelle: Fotolia

Er tut gegenüber dem Chef ebenso loyal wie der „brave Soldat“. Aber er marschiert nur, wenn der es auch sieht. Schleimer wechseln ihre Meinung, wenn der Gesprächspartner wechselt, machen jedem Komplimente, der ihnen nützlich sein könnte, vor allem dem Chef. „Tolle Idee, Boss!“, ist ihr Standardsatz.

Gerne schweigen sie aber auch, nämlich immer dann, wenn Kritik angebracht wäre, und sie es besser wissen müssten. Schleimer denken nicht selbst, sie beobachten, was man denken muss, um den Mächtigen zu gefallen. Darum sind sie nicht nur mies, sondern auch ein Risiko für jedes Unternehmen. Wenn es ihnen persönlich nutzt, lassen sie den Rest der Mannschaft vor die Wand laufen.

Für Kollegen sind Opportunisten ein Unglück. Aber leider überstehen sie oft noch die radikalsten Umbrüche. Wie Jacques Dutronc in „L‘Opportuniste“ singt, rufen sie stets im richtigen Moment „Vive la Révolution“. Auf Schleimer nicht reinzufallen ist das, was den starken und guten Chef vom schwachen und schlechten unterscheidet.

Typ: Der „Selbstdarsteller“, Extremform: Der „Schaumschläger“

Er ist mit dem Schleimer verwandt. Im Unterschied zu diesem zielen seine Äußerungen und Handlungen aber nicht so sehr auf die Eitelkeit des Chefs, sondern auf seine eigene. Der Angeber-Typ spricht laut und lacht laut, aber nicht wie der Witzbold, um die anderen aufzuheitern, sondern um seine Leistungen zu präsentieren. Auch wenn es eigentlich die der ganzen Mannschaft sind. „Alles Rampenlicht, das er auf sich zieht, bedeutet Dunkelheit für die Leute um ihn herum“, charakterisiert ihn Karriereberater Martin Wehrle.

In Arbeit
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Gegen Angeber hilft nur, vor versammelter Mannschaft und Vorgesetzten darauf hinzuweisen, dass nicht er, sondern alle die Leistung erbrachten. Wie auch im Umgang mit Schleimern und Drückebergern ist es hilfreich, wenn die Kollegen möglichst geschlossen dem Angeber seine Grenzen zeigen.

Das schlimmste am Schaumschläger ist, dass er oft Karriere macht und Führungsverantwortung erhält. Vor allem, wenn auf der Führungsebene darüber ebenfalls dieser Typ herrscht. Denn Schaumschläger sichern ihre Schaumschlägerei am liebsten ab, indem sie Schleimer oder andere Schaumschläger um sich scharen.

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