WiWo App Jetzt gratis testen!
Anzeigen

E-Learning Besser lernen mit Multimedia?

Seite 2/2

Vorteile und Nachteile des E-Learning

Das sagen die Trainer und Experten
Zamyat M. Klein, Oaze - Online-AkademieDie VorteileIn einem Online-Seminar kann ich als Trainerin mit jedem Teilnehmer sehr intensiv und gezielt arbeiten. Ich kann auf jeden Beitrag antworten. In einem normalen Präsenz-Seminar ist das nicht möglich. Ich versuche die Kurse nicht so dröge technisch aufzuziehen. Bei mir wird ganzheitlich und spielerisch gearbeitet. Ich versuche auch online alle Sinne anzusprechen, beispielsweise gibt es Übungen wie Yoga am PC. Nachteile von E-LearningDie Teilnehmer müssen schon eine gewisse Eigendisziplin mitbringen. Im Präsenzseminar sind alle Teilnehmer aktiv einbezogen, im Online-Seminar kann sich ein Teilnehmer einfach verkrümeln oder passiv bleiben. Lernen in der CommunityAuch in der Online-Community oder im Forum können die Leute sich kennen lernen und gegenseitig unterstützen und miteinander arbeiten. Da entstehen teilweise Freundschaften. Wenn man es richtig macht, dann ist gerade die Online-Community sehr erfrischend und bereichernd für die Teilnehmer." Oaze Akademie http://www.oaze-online-akademie.de/index.php?id=577 Quelle: Presse
Franz Grieser Quelle: Presse
Screenshot Video2Brain Quelle: Screenshot
Ralf Lankau Quelle: Presse
Stefan Loibl Quelle: Presse

Wo liegen die Defizite des E-Learning? Wo die echten Vorteile?

Man könnte eine lange Liste von Vor- und Nachteilen aufführen. Ein ganz entscheidender Vorteil ist der Ressourcen-Aspekt: Im Präsenzunterricht können immer nur eine begrenzte Anzahl von Schülern erreicht werden. Es gibt hohe Kosten bei der Entwicklung des Materials, nur wenigen kommt es zu Gute. E-Learning-Angebote sind - in vielen Fällen - nicht an Teilnehmerzahlen gebunden oder lassen sich relativ leicht vervielfältigen.

Fakten zur Weiterbildung

Und die Nachteile?

Wir haben das Problem, dass zu wenig Leute etwas von "beiden" Seiten des Unterfangens verstehen: Auf der einen Seite gibt es gute "Techniker", die tolle Lernplattformen, Multimediainhalte und so weiter produzieren, aber nicht über mediendidaktisches Wissen verfügen. Auf der anderen Seite haben wir beispielsweise an den Hochschulen exzellente Didaktiker, die nicht wissen, was technisch möglich ist.

E-Learning stellt in vielen Fällen hohe Anforderung an die Selbststeuerung und Selbstdisziplin und überfordert damit auch viele Teilnehmer. Kursleiter müssen Strategien kennen und anwenden, um die Lernenden zu unterstützen, regelmäßig am Ball zu bleiben, etwa durch geeignete Aufgabenstellungen.

Je mehr Lernende gleichzeitig an einem E-Learning-Kurs teilnehmen, desto schwieriger wird der Kontakt zu den Teilnehmern, das Beantworten von Fragen, das Moderieren von Diskussionen, das Anbieten von Feedback auf Lernerleistungen. Prinzipiell kann davon ausgegangen werden, dass, wenn die Strukturen gut vorbereitet sind, die Lernenden diese Aufgaben auch selbstgesteuert wahrnehmen können.

Das Potenzial, das in der Zusammenarbeit mit den Mitlernenden steckt, wird aber teils nicht wahrgenommen, unter anderem auch deshalb, weil wir in der traditionellen Lehre gewöhnt sind, unsere Aufmerksamkeit auf den "allwissenden" Lehrenden zu richten.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Sind E-Learning und Phänomene wie MOOCs wirklich eine sinnvolle Entwicklung oder eher ein lukratives Geschäftsmodell wie manche Kritiker meinen?

Na ja, der Begriff "Geschäftsmodell" sagt nichts über den Sinn oder Unsinn einer Sache aus und zählt aus meiner Sicht nicht als Argument. Viel entscheidender halte ich die Überlegung, dass auf diese Weise interessierte Menschen viel leichter Zugang zum Wissen erhalten, egal, aus welchen Gründen sie nun an diesem Wissen interessiert sind.

Manche Kritiker sagen, MOOCs seien nur bessere Volkshochschul-Kurse…

Das ist größtenteils Unsinn. Für einführende Vorlesungen, die in der Regel fast alle den gleichen Inhalt haben, verschwenden wir bei der Präsenzlehre Tausende von Köpfen, die alle das gleiche machen, alle immer wieder das Rad neu erfinden, alle einen guten oder mittelmäßigen oder schlechten Unterricht machen. Warum sollte ich nicht - weltweit oder von mir aus auch nur bundesweit - die Vorlesung "Einführung in die Chemie für Studienanfänger" in ein, zwei oder fünf Varianten multimedial und mediendidaktisch von den besten Leuten mit den besten Mitteln umsetzen lassen und dann allen zur Verfügung stellen? Die frei gewordene Zeit könnten die Anbieter für Betreuung, Aktualisierung und so weiter verwenden.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%