Engagement und Karriereschub Warum der Chef gerne Ihre Weiterbildung zahlt

Zwar müssen Chefs nicht für die Weiterbildung zahlen, machen es häufig aber trotzdem, weil sie das Engagement ihrer Mitarbeiter schätzen, so eine Studie. Was Sie alles beachten müssen, wenn sie sich weiterbilden wollen.

Chefs finanzieren laut einer Studie gerne die Weiterbildung ihrer Arbeitnehmer Quelle: Fotolia

Wer Initiative zeigt und sich für den Beruf weiterbildet, sammelt Pluspunkte bei seinem Chef und kann außerdem mit Unterstützung rechnen. So das Ergebnis der aktuellen TNS Infratest-Studie "Weiterbildungstrends in Deutschland 2012". Die Studie im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) unter 301 Personalverantwortlichen zeigte, dass weiterbildungsengagierte Arbeitnehmer als leistungsbereiter wahrgenommen werden und auch auf eine finanzielle Beteiligung der Chefs oder mehr Freizeit hoffen können.

Fakten zur Weiterbildung

Bereits zum vierten Mal wurden Personalchefs befragt, wie sehr sie darauf achten, ob sich Mitarbeiter in Eigeninitiative weiterbilden. Das Fazit: Tatkräftiger Wissensdurst wird immer wichtiger, wenn es um eine Beförderung im Unternehmen oder den Joberhalt geht. Auch potenzielle Arbeitgeber achten bei der Einstellung neuer Mitarbeiter auf deren Weiterbildungsbereitschaft.

"Wer sich für eine berufliche Weiterbildung entscheidet, zeigt Vorgesetzten Eigeninitiative, Engagement und Leistungsbereitschaft", so Andreas Vollmer, Leiter Studienprogramm und Services bei der SGD. "Dies sind persönliche Eigenschaften, die Chefs gerne sehen. Gleichzeitig profitieren die Unternehmen von dem neuen Wissen, das die Mitarbeiter einbringen." Es verwundert also nicht, dass Personaler diesen positiven Effekt immer mehr nutzen möchten.

Geht es darum, einem Mitarbeiter Karrierechancen zu eröffnen, halten mittlerweile 91 Prozent der befragten Personalverantwortlichen Eigenengagement in der Weiterbildung für wichtig bis äußerst wichtig. Zum Vergleich: 2009 waren es 79 Prozent.

Viele Chefs unterstützen Weiterbildung

Es lohnt sich übrigens in den meisten Fällen, den Vorgesetzten auf Unterstützung anzusprechen: 91 Prozent der Personalverantwortlichen sind bereit, die Weiterbildungspläne ihrer Mitarbeiter beispielsweise durch Kostenübernahme oder durch Freizeit zu fördern.

In Arbeit
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Für Arbeitnehmer, die sich 2012 für einen Karriereschub oder einen Jobwechsel wappnen möchten, kann also eine Weiterbildung zum entscheidenden Erfolgsfaktor werden. "Doch viele tun sich schwer, inmitten ihres Berufsalltags das Weiterbildungsthema herauszufiltern, das sie langfristig weiterbringt“, so Vollmer. Sein Tipp: Das Ziel im Auge zu behalten. "Der Blick in entsprechende Stellenprofile oder auch -ausschreibungen gibt Aufschluss über Qualifikationslücken."

Für viele Jobs wird beispielsweise BWL-Wissen oder Know-how im Projektmanagement vorausgesetzt. Ausgebildete Fachkräfte etwa im Handwerk können durch eine Aufstiegsfortbildungen ihre Karrierechancen verbessern: Eine Weiterbildung zum Techniker, Meister oder Fachwirt machen eine Beförderung in die mittlere Managementebene aussichtsreicher.

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