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Erfolg 2015 Die besten Karrieretipps von Top-Managern

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Bettina Volkens - Personalvorstand Deutsche Lufthansa

Was muss ein Bewerber können, um Sie zu überzeugen?

Insbesondere in Zeiten, in denen sich ein Unternehmen in einem Veränderungsprozess befindet und sich neue Ziele setzt, muss ein Bewerber neben dem nötigen fachlichen Hintergrund überzeugend vermitteln können, dass er oder sie diesen Prozess mitgestalten und eigene, konstruktive Ideen einbringen wird. Dazu gehören Mut und persönliche Leidenschaft.

Bettina Volkens Quelle: dpa

Teamfähig, kommunikativ und belastbar – diese Attribute findet man in jeder Stellenbeschreibung. Welche Fähigkeiten halten Sie für überbewertet

All diese Attribute haben keine große Aussagekraft mehr. Sie sind selbstverständlich geworden. Deshalb kann man in Stellenbeschreibungen auch zunehmend darauf verzichten. Wichtiger ist es, dass Bewerber ihre Persönlichkeit, ihre Stärken und Fähigkeiten kennen und diese mit den inhaltlichen Anforderungen der Stelle abgleichen können.

Bettina Volkens

Welche Schlüsselqualifikationen werden in den nächsten Jahren wichtig?

In dieser sich immer schneller verändernden Welt ist Flexibilität zunehmend von Bedeutung. Es geht dabei nicht um reaktive Anpassungsfähigkeit, sondern aktive Gestaltungsfreude, welche eine gewisse Risikobereitschaft erfordert. Nur so kann Innovation und Weiterentwicklung funktionieren. Wer den Mut und den Willen hat, Veränderungen aktiv voranzutreiben, und Begeisterung für Neues mitbringt, hat heute sehr gute Chancen.

Martin Ott Quelle: Presse

Martin Ott - Nordeuropachef Facebook

Welche Schlüsselqualifikationen werden in den nächsten Jahren wichtig?

Leidenschaft und Begeisterungsfähigkeit, unabhängig vom Berufsfeld, sind der Schlüssel zum beruflichen Erfolg. Darüber hinaus brauchen wir in Deutschland dringend mehr IT-Fachkräfte – es fehlen vor allem weibliche Programmierer in unserem Land. Daher meine Bitte: Liebe Abiturient(inn)en, lernt programmieren! Dann braucht ihr euch um eure berufliche Zukunft nicht zu sorgen.

Martin Ott

Wie lautet Ihre wichtigste Frage im Vorstellungsgespräch?

Ich frage sie nach dem einen Projekt, bei dem etwas richtig schiefgelaufen ist. Anhand der Antwort kann man viel über Menschen lernen: zur Motivation und Grundeinstellung, dem Umgang mit Stresssituationen und der Bereitschaft, Neues zu lernen. Innovation und Fortschritt finden meines Erachtens nur selten den Ursprung in Gradlinigkeit.

Christoph Kübel Quelle: Presse

Christoph Kübel - Geschäftsführer und Arbeitsdirektor Robert Bosch

Welche Schlüsselqualifikationen werden in den nächsten Jahren wichtig?

Das Internet der Dinge hat das Potenzial, alle Gegenstände der Welt zu vernetzen – dazu braucht es Softwarekompetenz. Wir sehen außerdem Bewerber im Vorteil, die eine starke Problemlösungsorientierung mitbringen – Produkte für eine vernetzte Welt erfordern die Verknüpfung vorhandenen Wissens für kreative Lösungen. Aber auch räumliche und inhaltliche Flexibilität müssen Mitarbeiter zeigen, weil etwa das Arbeiten in agilen Teams oder in Start-up-ähnlichen Strukturen alltäglicher wird.

Christoph Kübel

Welchen Studiengang würden Sie Abiturienten jetzt empfehlen?

Beste Chancen auf einen Berufseinstieg haben Abiturienten, die sich für IT-Studiengänge entscheiden. Um internetfähige Produkte und Services für die vernetzte Welt zu entwickeln, ist aber auch ein Zusammenspiel verschiedener Fachrichtungen nötig. Ein Maschinenbauer muss etwa Kenntnisse von Elektrotechnik und Informationstechnologien haben.

Welchen anderen Top-Manager würden Sie gerne einstellen?

Robert Bosch. Eine Spitzenkraft mit unternehmerischer Weitsicht und sozialer Verantwortung, der in seinen Fehlern ein Zugewinn an Erfahrung sah. Robert Bosch war ein Start-up-Unternehmer, noch bevor es den Begriff gab.

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