Erfolgschancen Ausbildung statt Uni oft der bessere Weg

Die Sommerferien markieren wieder das Ende der Schullaufbahn für hunderttausende Abiturienten. Wie weiter? Die von Fachkräftemangel geplagten Unternehmen umwerben die jungen Leute.

Berufe mit Zukunftsgarantie
Ein Turm aus Styropor-Bausteinen, der vor dem Arbeitsministerium in Berlin aufgebaut wird, soll den ohne Fachkräfte zusammenbrechenden Arbeitsmarkt symbolisieren. Quelle: dpa
Ein junger Mann bedient einen Gasschweißer Quelle: dpa
Eine Dialyseschwester überprüft in Hamburg im Marienkrankenhaus die Einstellungen eines Dialysegerätes. Quelle: dpa
Ein Schiff fährt in Köln an den Kranhäusern und dem Dom vorbei den Rhein hinunter. Quelle: dpa
Einen Aufkleber mit dem offiziellen Slogan der Imagekampagne des Landes Baden-Württemberg "Wir können alles. Außer Hochdeutsch." hält eine junge Frau in der Hand. Quelle: AP
Der Reichstag in Berlin Quelle: REUTERS
Besucher aus Holland in bayerischem Blauweiß prosten sich beim Münchner Oktoberfest zu. Quelle: dpa

Die Wirtschaft appelliert an Schulen, Hochschulen und Eltern, mehr Abiturienten den direkten Weg in die Arbeitswelt ohne vorheriges Studium zu empfehlen. „Leider betrachten viele Jugendliche und deren Eltern nach wie vor eine akademische Qualifizierung als den einzig Erfolg versprechenden Werdegang“, sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Dabei zeigten die hohen Abbruchquoten, dass viele mit einer dualen Ausbildung ohne den „Umweg“ eines Studienabbruchs wohl besser beraten gewesen wären.

Rund 100.000 junge Leute brechen jedes Jahr ihr Studium ab. Nach einer Erhebung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung für den Absolventenjahrgang 2012 sind es jeder Dritte an Unis und jeder Vierte an Fachhochschulen. Im April hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für stärkere Bemühungen ausgesprochen, Studienabbrecher in die Berufsausbildung zu bringen. Umfassende Daten, was aus den Abbrechern wird, gibt es nicht.

Schweitzer forderte, „mit Vorurteilen aufzuräumen und Informationslücken zu schließen“. Oben auf die Agenda müsse der Ausbau der Berufsorientierung an Schulen, vor allem an Gymnasien. Hochschulen sollten bei ihrer Studienberatung möglichst früh und durchgängig auf die Möglichkeit der dualen Berufsausbildung mit anschließender Weiterbildung hinweisen.

Schweitzer wies darauf hin, dass Firmen Studienabbrecher oft als hochmotiviert und loyal einschätzten. Das habe eine DIHK-Umfrage bei Ausbildungsexperten der regionalen IHKs ergeben. „Erfreulich ist zudem, dass diese jungen Leute trotz verkürzter Ausbildung häufig überdurchschnittliche Prüfungsleistungen vorweisen.“

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