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Ergonomie So stärken Schreibtischarbeiter ihren Rücken

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Leitfaden für den rückenfreundlichen Arbeitsplatz

Sitzen im digitalen Zeitalter
The DrawArbeiten mit Tablets Quelle: Presse
The Multi-DeviceMultitasking Quelle: Presse
The TextKurznachrichten schreiben Quelle: Presse
The CocoonSich zurückziehen Quelle: Presse
The SwipeTouchscreens bedienen Quelle: Presse
The Smart LeanPrivatsphäre suchen Quelle: Presse
The TranceKonzentration am Bildschirm Quelle: Presse

Stuhl, Tisch und Arbeitsmittel müssen in der richtigen Reihenfolge an die individuellen Bedürfnisse des Benutzers angepasst werden, also an Größe und Gewicht, aber auch an die zu erledigenden Aufgaben. „Die meisten Fehler werden gemacht, weil nicht systematisch vorgegangen wird“, weiß Petra Stehle, Physiotherapeutin und Ergonomie-Expertin. Sie beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Thema Ergonomie und berät Unternehmen bei der Einrichtung von Arbeitsplätzen. Sie empfiehlt: Erst muss der Stuhl angepasst werden, dann die Tischhöhe. Zuletzt werden die Arbeitsmittel wie Maus, Tastatur, Bildschirm und Telefon korrekt ausgerichtet und angeordnet. Gemeinsam mit Dr. Christian Erhard hat Stehle jetzt ein Leitfaden herausgebracht, der erklärt, wie man in wenigen Schritten seinen PC-Arbeitsplatz an die individuellen Erfordernisse anpasst und so wirkungsvolle Prävention betreibt.

Der 72-seitige Leitfaden erklärt in 21 Kapiteln neben den grundlegenden Einstellungen und Wirkungsweisen auch die häufigsten Fehler. „Der Leitfaden hilft aber nicht gegen die Hauptursache von Rückenschmerzen, nämlich Bewegungsmangel“, so Autor Dr. Christian Erhard. „Hier ist jeder einzelne gefordert. Schon zehn Minuten Gymnastik täglich sind ein hervorragende Prävention.“

Alltagstipps für einen starken Rücken

Denn wer das Rückenproblem auf Dauer auf die leichte Schulter nimmt, dessen Anfangsbeschwerden können leicht zu behandlungsbedürftigen Leiden werden. Um das zu verhindern, bieten viele Experten Methoden zur Rückenschulung an.

So zeigt beispielsweise die im Januar 2013 von allen Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung gestartete Präventionskampagne "Denk an mich. Dein Rücken“, wie Rückenschmerzgeplagte mit wenigen einfachen Übungen vorbeugen und Beschwerden lindern können.

Zehn Minuten Ausgleichsübungen

Die Rückenmuskulatur darf weder über- noch unterfordert werden. Zu hohe Belastungen können den Rücken überstrapazieren, langes Sitzen und passiver Lebensstil schwächen die Muskeln. Daher empfiehlt sich eine Doppelstrategie: Einerseits sollten zu hohe Belastungen bei der Arbeit vermieden werden, andererseits sollte man den Rücken kräftig und beweglich halten. Wer sich am Schreibtisch zwischendurch lockert und bewegt, arbeitet nicht nur entspannter, sondern beugt damit auch Beschwerden und Erkrankungen des Muskel-Skelett-Apparates vor.

In Arbeit
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Dr. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin im Fachbereich Ergonomie des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung sagt: "Besonders wichtig ist es, die Übungen regelmäßig durchzuführen - am besten macht man sie zu einem täglichen 'Ritual', das in den Arbeitsalltag integriert und zur 'guten' Gewohnheit wird.“ Im Büro könnten schon zehn Minuten Ausgleichsübungen, wie lockerere Kreiselbewegungen der Schultern oder Dehnung der Nackenmuskulatur durch Kopfneigung in der Mittagspause Linderung bringen, so die Expertin.

Wer also auf ergonomischen Einstellungen der Arbeitsmittel setzt, leichte Übungen in seine Mittagspause einbaut und idealerweise auch in seiner Freizeit auf rückenstärkenden Sport setzt, der dürfte nicht mehr von Rückenschmerzen geplagt werden.

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