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Ernährung im Job Vier Tassen Kaffee am Tag sind kein Problem

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Kaffee senkt Diabtes-Risiko

Diese Berufsgruppen trinken am meisten Kaffee
Kaffeekonsum in Deutschland Quelle: dpa
Der Brite trinkt drei Tassen pro TagDas Ergebnis: 85 Prozent der Befragten trinken mindestens drei Tassen Kaffee am Tag - und damit mehr als die Deutschen. Die trinken nämlich mehrheitlich nur zwei Tassen pro Tag. 70 Prozent der Briten behaupten sogar, ohne ihre tägliche Dosis Koffein nicht richtig leistungsfähig zu sein. Britische Forscher halten das übrigens für problemlos. Drei bis vier Tassen Kaffee am Tag sollen der Gesundheit förderlich sein, schreiben Gesundheitsspezialisten der Universität in Southampton. Demnach wird unter anderem das Risiko von Herz- und Leberkrankheiten, Diabetes oder Demenz gemindert. Nur für Schwangere gelte dies nicht. Quelle: dpa
Taxi- und Fernfahrer Quelle: dpa
Verkaufspersonal Quelle: obs
IT-Support Quelle: dpa
Telesales und Callcenter Quelle: dapd
Chefs Quelle: dpa

Gleich mehrere Ernährungsstudien, die die Wirkung von Kaffee kritisch untersuchten, konnten die angeblichen negativen Effekte aber nicht nachweisen. Eine Untersuchung kam vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke. Für sie befragten die Forscher 42.600 gesunde Erwachsene neun Jahre lang immer wieder zu ihrer Ernährung und ihrem Lebensstil.

Die Ergebnisse waren eindeutig: Bis zu vier Tassen Kaffee pro Tag sind nicht gesundheitsschädlich. Sie können sogar in die tägliche Flüssigkeitsbilanz miteinbezogen werden. Zwar wirkt Kaffee zunächst harnanregend, insbesondere bei Menschen, die nicht oft Kaffee trinken. Bei passionierten Kaffeetrinkern ist der Effekt allerdings nicht mehr nachweisbar.

Die Forscher fanden auch heraus, dass täglicher Kaffeekonsum nicht vermehrt zu  Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt. Im Gegenteil, die Wissenschaftler konnten feststellen, dass die Kaffeetrinker weniger häufig an Diabetes des Typ 2 erkrankten. Das Risiko derjenigen, die mehr als vier Tassen pro Tag tranken, war um 23 Prozent geringer als das derjenigen, die weniger als eine Tasse am Tag zu sich nahmen.

Die größten Ernährungsmythen
Verlängern Chili-Schoten das Leben? Quelle: REUTERS
Schokolade Quelle: dpa
Je mehr Vitamine desto besser Quelle: dpa
Brot macht dick und ist ungesundGerade für die Verfechter kohlehydratarmer Nahrung steckt der Teufel im Brot: Es mache dick und trage sogar Mitschuld an Diabetes. Das ist so allerdings nicht richtig: Gerade Vollkornbrot (echtes Vollkornbrot, kein mit Malz eingefärbtes Weißbrot) hat sehr viel Ballaststoffe. Die sind gesund und machen satt. Außerdem liefert es verschiedene Vitamine sowie Iod, Flur, Magnesium und Zink. Quelle: dpa
"Light", "Leicht" oder "Fettarm" - das ist gut für die schlanke LinieDie Lebensmittelindustrie hat den Trend zu bewusster Ernährung entdeckt und nutzt ihn mit Fitness- und Wellness-Begriffen gezielt aus. Doch die Verbraucherorganisation Foodwatch warnt: Oft werden so Lebensmittel beworben, die alles andere als kalorienarm sind. Der Verein hat das Nährwertprofil von sogenannten Fitness-Müslis, Wellness-Wasser oder Joghurt-Drinks überprüft und kam zu dem Ergebnis, dass die scheinbar "gesunden" Lebensmittel Softdrinks oder Fast-Food-Snacks beim Zucker-, Salz- oder Fettgehalt oftmals in nichts nachstehen. Bei fettarmen Produkten wird der Geschmacksmangel häufig durch zahlreiche andere Inhaltsstoffe, etwa Stärke und Zucker, ausgeglichen - der Kaloriengehalt unterscheidet sich kaum, ist manchmal durch den hohen Zuckergehalt sogar höher - und gesund ist das Light-Produkt noch lange nicht. Quelle: dpa
Kartoffeln machen dick Quelle: dpa
Öko-Lebensmittel sind gesünder Quelle: dpa

Zu viel Trinken schadet

Übrigens kann man es mit dem Trinken auch übertreiben. In der Medizin sind Wasservergiftungen dokumentiert, darunter der Fall eines 22-jährigen Athleten, der im Jahr 2007 am London-Marathon teilnahm. Er starb, weil er zu viel getrunken hatte.

Beruf



Der Effekt ist paradox: Wenn jemand zu schnell zu viel Wasser zu sich nimmt, fällt der Natriumgehalt im Blut stark ab. Das führt zu einem großen Durstgefühl. Man trinkt immer mehr, wodurch eine Überwässerung des Körpers entsteht. Irgendwann wird der Salzverlust zu groß, und es kann zu Hirnschwellungen kommen.

Um eine Wasservergiftung zu bekommen, müsste man aber viel mehr als sieben oder acht Liter in kurzer Zeit trinken. Das dürfte selbst einem Kaffeejunkie mit Schreibtischjob schwerfallen.

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