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Freizeit-Monitor 2014 Jeder Vierte würde für mehr Freizeit auf Einkommen zu verzichten

Die Deutschen haben im Schnitt drei Stunden und 56 Minuten Freizeit am Tag. Die wird gern zu Hause vor dem Fernseher verbracht. Auf Theater- und Museumsbesuche würden die Deutschen am ehesten verzichten.

Fernsehen ist die liebste Beschäftigung der Deutschen Quelle: dpa

Der Freizeit-Monitor der Stiftung für Zukunftsfragen gibt seit 25 Jahren Aufschluss über die Freizeit-Gestaltung der Deutschen. In diesem Jahr stand die Frage nach den finanziellen Ausgaben für Aktivitäten in der freien Zeit im Vordergrund. Die Ergebnisse des Freizeit-Monitors im Überblick:

1. Fernsehen ist die liebste Freizeitbeschäftigung der Deutschen
97 Prozent der Deutschen schauen mindestens einmal in der Woche ein Programm der öffentlich-rechtlichen oder privaten Sender. Mehr als zwei Drittel schalten den Fernseher jeden Tag ein.

2. Die Medien bestimmen die Freizeit der Deutschen
Neben dem Fernsehen stehen Radio, Zeitung, Internet und Telefon ganz an der Spitze der Freizeitgestaltung.

3. Klischees bestätigen sich
Männer schauen öfter Sportveranstaltungen, gehen lieber in die Kneipe und widmen sich eher dem Heimwerken als Frauen. Die wiederum gehen öfter shoppen und lesen mehr Bücher. Die jüngeren Generationen sind aktiver und brauchen mehr Abwechslung in ihren Freizeitgestaltungen als die älteren. Smartphone und PC sind die meistgenutzten Geräte der Jungen. Das Freizeitverhalten in Ost- und Westdeutschland gleicht sich weiter an. Die Westdeutschen treiben allerdings mehr Sport und sorgen eher für ihre Gesundheit, während die Ostdeutschen mehr Zeit in Gartenarbeit stecken und gerne einen Mittagsschlaf machen.

4. Wenig Zeit für Kultur
Nur drei Prozent der Deutschen besuchen wenigstens einmal pro Monat Theater oder Museum. Bei den außerhäuslichen Aktivitäten liegen der Spaziergang, das Fahrradfahren und die Gartenarbeit vorne. Freizeitaktivitäten außer Haus finden vor allem am Wochenende statt, die Feierabende werden meist zu Hause verbracht.

Die zehn liebsten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen


5. Soziale Aktivitäten nehmen ab
Die Bürger verbringen weniger Zeit mir Freunden und reden auch nicht mehr so häufig über wichtige Dinge wie früher.

6. Drei Stunden und 56 Minuten Freizeit durchschnittlich
Ruheständler haben täglich mehr als fünf Stunden zur freien Verfügung, wohingegen Familien weniger als drei Stunden Freizeit am Tag haben. Männer und Frauen haben das gleiche Freizeit-Budget. Im Vergleich zu 2010 sank dieses aber um sieben Minuten. Vor allem Jugendliche sind hier die Leidtragenden: sie büßten ganze 36 Minuten ein. Gründe dafür dürften die Zunahme von Ganztagsschulen und die Verkürzung des Abiturs auf zwölf Jahre sein.

7. 25 Prozent verzichten für mehr Freizeit auf Einkommen
Vor allem ältere Menschen und die mit einem niedrigen Haushaltsnettoeinkommen sind nicht bereit, zugunsten der Freizeit auf einen Teil ihres Einkommens zu verzichten. Bei den Besserverdienenden ist immerhin jeder Dritte bereit, Abstriche beim Gehalt zu machen.

8. Die Deutschen möchten öfter ausschlafen
Zwei Drittel der Deutschen würden gerne öfter ausschlafen. Außerdem wären sei gerne spontaner, um das zu tun, worauf sie wirklich Lust haben. Sie äußerten vermehrt den Wunsch nach mehr sozialen Kontakten.

9. Weniger Geld für die Freizeit
Müssten sich die Bürger finanziell einschränken, würden sie das am ehesten bei den Ausgaben für die Freizeit, nicht aber für alltägliche Dinge tun. Über zwei Drittel der Deutschen kann sich vorstellen, weniger oft Theater, Kinos oder Restaurants zu besuchen. Einsparpotenzial wird außerdem bei Wochenendausflügen und Urlaubsreisen gesehen.

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10. Preis-Leistungsverhältnis ist angemessen
90 Prozent der Konzert- und Zoobesucher und fast ebenso viele Musical- und Kinogänger finden das Preis-Leistungsverhältnis angemessen. Auch die Besucher von Erlebnisbädern und Freizeitparks sind mit dem Angebot zufrieden. Trotzdem muss man sich solche Angebote leisten können - hier zeichnet sich eine Spaltung ab.

Der Freizeit-Monitor wird seit 25 Jahren regelmäßig durch die Stiftung für Zukunftsfragen erstellt. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) befragte 4045 Personen ab 14 Jahren in Einzelbefragungen. Thema der Interviews war das Freizeitverhalten unter dem Gesichtspunkt der finanziellen Ausgaben.

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