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Gehaltserhöhung So verdienen Sie 2017 auch ohne Jobwechsel mehr

Wer den Job wechselt, bekommt meistens automatisch mehr Geld. Das möchten viele, dafür kündigen wollen allerdings nur wenige. Muss auch nicht sein. So gibt's auch beim alten Arbeitgeber mehr Geld.

Diese Faktoren beeinflussen Ihr Gehalt
älterer Mann im Büro am Computer Quelle: Fotolia
Euro-Münzen liegen auf einer Karte mit dem Bundesland Hessen. Quelle: dpa
Frauen mit verschiedenem Gewicht Quelle: dpa
Kandidatinnen bei Germany´s Next Topmodel Quelle: dpa
Fußballer rasieren sich Quelle: REUTERS
Eine Frau Quelle: Fotolia
Einem Mann kommt Rauch aus den Ohren (Symbolbild) Quelle: Fotolia

Daniel Meyerlang ist unzufrieden. Seit mehr als zwei Jahren arbeitet der 27-Jährige Maschinenbauer bei einem großen Autohersteller im Süden Deutschlands. Zwei Jahre, in denen es mit dem Gehalt nur behäbig aufwärts ging, seit seinem Einstieg nur um wenige Prozent. Zu wenig, wie Meyerlang, der eigentlich anders heißt, findet. „Ich bin mit meinem Job zwar zufrieden, nur steigen die Arbeitsbelastungen unverhältnismäßig stark zur Entlohnung“, erklärt der großgewachsene Maschinenbauer.

Damit bringt Meyerlang das Problem vieler deutscher Arbeitnehmer auf den Punkt: eigentlich gefällt ihnen ihre aktuelle Tätigkeit, nur empfinden sie die dafür gezahlte Entlohnung als nicht angemessen.

Ein Drittel fühlt sich unterbezahlt

Eine Untersuchung im Auftrag des Personaldienstleisters Kelly Services aus dem Jahre 2013 kommt zu dem Ergebnis: rund ein Drittel der deutschen Arbeitnehmer empfinden ihr Gehalt für die tatsächliche Tätigkeit als zu niedrig. Doch wie umgehen mit diesem Gefühl, dass die eigene Arbeit dem Chef mehr Geld wert sein sollte? Und wie vermittele ich diese Forderung gegenüber meinem Vorgesetzen?

„Zunächst einmal sollte man sich klar machen, dass sich ein höheres Gehalt auch für den Arbeitgeber auszahlen muss“, erklärt Walter Feichtner, Inhaber von Karrierecoach München.

Soll heißen: einfach aufgrund eines Bauchgefühls ein höheres Gehalt fordern, dürfte auf wenig positive Resonanz stoßen. „Sie müssen klar benennen können, was die Gehaltssteigerung rechtfertigt“, so Feichtner. Dabei muss die Begründung für ein höheres Gehalt nicht unbedingt in klar messbaren Faktoren, wie einem gesteigerten Umsatz oder der Übernahme von Extra-Aufgaben liegen.

„Wenn sie plausibel klar machen, dass Ihre positive Arbeitseinstellung sich auch gut auf das Betriebsklima und damit schlussendlich die Produktivität auswirkt, ist das schon eine gute Argumentationsgrundlage“, so Feichtner. Trotzdem ist klar: einfach mehr Gehalt für gleichbleibende Leistung ist nur schwer umzusetzen.

Gehaltsverhandlung: So klappt der monetäre Karrieresprung

Daher will der Schritt zum Chef in Sachen Gehaltsverhandlungen gut vorbereitet sein. So ist ein strategisches Vorgehen ebenso wichtig wie „eine Analyse der aktuellen Situation sowie eine Idee davon, wo es hingehen soll“, sagt Jutta Boenig, Karriereberaterin und Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Karriereberatung. So sollte der Arbeitnehmer sich zunächst fragen, wo er aktuell im Unternehmen steht, wo er hin will und vor allem: was er bisher fürs Weiterkommen gemacht hat. „Hier haben viele deutscher Arbeitnehmer immer noch die Einstellung, dass Dinge wie Fortbildungen ihnen auf dem Silbertablett serviert werden müssen“, sagt Boenig. Jedoch müsse gerade hier der Beschäftigte selber tätig werden, nachhaken und sich darum kümmern, den eigenen Marktwert zu steigern.

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