Gehaltsreport Die Hessen verdienen am meisten

Nicht nur zwischen Männern und Frauen, auch zwischen den Bundesländern gibt es in Deutschland starke Lohnunterschiede bei Fach- und Führungskräften. Das zeigt der Gehaltsreport von StepStone.

Die 10 bestbezahlten Branchen
Zahnschiene Quelle: dpa
Logo des Anlagen- und Maschinenbauers Dürr Quelle: dpa
BMW-Felge Quelle: dpa
Henkel-Fabrik Quelle: dpa
Smartphone vor dem Brandenburger Tor Quelle: dpa
Bayer-Health-Care-Mitarbeiter Quelle: dpa
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt Quelle: dpa
BASF Quelle: dapd
Frankfurter Bankenviertel Quelle: dapd
PricewaterhouseCoopers Quelle: dpa

Das Profil eines besonders gut verdienenden Deutschen sieht in etwa so aus: Ein Mann, der Jura studiert und promoviert hat, für eine große Unternehmensberatung arbeitet und in Hessen wohnt. Alternativ könnte es auch ein in Bayern praktizierender Arzt sein.

Die Personalberatung StepStone hat für ihren Gehaltsreport im Sommer 2012 rund 40.000 Personen befragt, ausschließlich Fach- und Führungskräfte. Etwa 67 Prozent der Befragten waren Fachkräfte ohne Personalverantwortung. Führungskräfte waren zu 33 Prozent vertreten. Die angegebenen Durchschnittsgehälter sind Bruttojahresgehälter ohne variable Anteile (Bonus, Prämien, Weihnachtsgehalt).

Der Report zeigt nicht nur, dass Ausbildung, Branche und Wohnort mitentscheidend sind für die Höhe des Verdiensts unter Fach- und Führungskräften. Auch das Geschlecht macht viel aus: Unter den Befragten verdienen Frauen im Jahr durchschnittlich 14.000 Euro weniger als Männer.

Die zehn am schlechtesten bezahlten Branchen
Groß- und Einzelhandel Quelle: dapd
Kindertagesstätte Quelle: dpa
Manpower Quelle: dapd
Schild Werbung, nein Danke Quelle: dapd
Gesundheit, soziale Dienste Quelle: dapd
Tourismus Quelle: gms
Bildung Quelle: dpa
Landwirtschaft Quelle: dpa
Handwerk Quelle: dpa
Kellnerin Quelle: AP

Hessen Top, Osten hinkt hinterher

Die drei Top-Bundesländer, was das Gehalt angeht, sind Hessen, Bayern und Baden-Württemberg - das Durchschnittsjahresgehalt liegt in diesen drei Ländern bei über 52.000 Euro.
Das nach diesem Kriterium schwächste Bundesland ist Sachsen mit  einem Durchschnittsgehalt von 34.712 Euro. Das Durchschnittsjahresgehalt in Hessen (54.120 Euro) liegt um 56 Prozent über dem in Sachsen.

Durchschnittsgehälter nach Bundesländern

Studieren zahlt sich aus

Akademiker verdienen im Schnitt 36 Prozent mehr als Nicht-Akademiker. Berufstätige einem Master-Abschluss oder einem Universitäts-Diplom verdienen durchschnittlich 54.226 Euro, also rund 6 Prozent mehr als diejenigen mit einem Bachelor oder einem Diplom einer Fachhochschule (50.742 Euro). Auch ein Doktortitel scheint sich trotz aller Plagiatsskandale noch zu lohnen: Wer promoviert hat, verdient im Durchschnitt circa 17 Prozent mehr als Absolventen mit Master oder Uni-Diplom (54.226 € im Vergleich zu 63.472 €).

Mit im Schnitt 89.000 Euro als durchschnittliches Bruttojahresgehalt sind berufserfahrene Ärzte Deutschlands Top-Verdiener. Medizin ist daher der Studiengang, der im Durchschnitt das höchste Gehalt verspricht - mit deutlichem Abstand bei den Verdienstmöglichkeiten zu den Rechtswissenschaften und auf dem dritten Platz das Ingenieurwesen.

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Berater und Banker kassieren am besten
Angestellte von Unternehmensberatungen und Banken verdienen mit 60.487 € fast doppelt so viel wie ihre Kollegen im Hotel- und Gaststättengewerbe. Weitere Branchen für Gutverdiener sind die Chemie- und Erdölverarbeitende Industrie, Luft- und Raumfahrt und die Pharmabranche. Generell gilt: Wer viel Geld verdienen will, sollte sich bei einem Konzern bewerben. Je größer das Unternehmen, desto besser die Gehaltschancen.

Der Unterschied zwischen Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern und solchen mit mehr als 1000 liegt im Schnitt bei rund 10.000 Euro im Jahr. Das zieht sich durch fast alle Branchen und alle Berufsfelder. Im Schnitt verdienen Mitarbeiter mit Personalverantwortung 15.000  Euro mehr als andere Fachkräfte.

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